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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 3 · p. Seite 231

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 3
Date
1845-01-01
Page
Seite 231 (sequence 31)
Language
German
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251 leitet und regiert. Hier sehen wir nun wieder Gott als /.070« das Universum schaffen, erfüllen und durchdringen und dadurch die schönste Harmonie in allem Seienden erzeugen. Die ganze Welt ist das Abbild der göttlichen Ideen? wie sie ÜP dem lebten und da sie in sich selbst, als die todte Materie, das oJ* «v ist, hat sie dadurch allein Existenz , daß sie von dem göttlichen Sein erfüllt wird. ' :..i· .· In dem menschlichen Geiste endlich ist das schönste Abbild der göttlichen Vernunft gegeben; er muß sich daher bestreben, Gott ähnlich zu werden. Lebt er in dem Geisteweiß er die Sinnlichkeit zu beherrschen, ist sein Streben nur auf das Hohe und Große gerichtet, so ist er erfüllt von dem heiligen Geiste und seine Bestimmung ist erreicht. Leipzig. M. Wolfs. F e tt i I I ei o n. Ein englischer Reisender erzählt über eine merkwürdige jüdische Gemeinde zu Kefil in Kleinasien ungefähr Folgendes: ״Kefil ist ein kleiner von 24 Judeufamilien bewohnter Ort, unter denen sich etwa sieben in guten Umständen befinden. Ueber die Mauern ragt ein reich verziertes aber verfallenes Minaret aus ser Zeit der Kalifen und daneben die Spitze einer Pyramide, die sich über dem Grabe des Propheten Ezechicl erhebt, hervor. Die kleine Gemeinde der Juden von Kefil bildet eine Art Kloster, dessen Einkünfte durch mildthätige Gaben ihrer jüdischen Landsleute erzielt werden. Die bedeutendsten Spenden aber empfange» sie von;׳n reichen Jude» Bagdad's, deren Freigebigkeit nicht nur die ärmer» Familien erhält, sondern die auch die Kosten zur Ausbesserung des Grabmals aufbringen und dem Schatze des Propheten Geschenke von beträchtlichem Werthe vorbringen. Die zu Kefil wohnenden Judenfamilien behaupten, daß »hre Vorfahren seit dem Tode des Propheten Ezechiel hier »n ununterbrochener Aufeinanderfolge ihren Wohnsitz gehabt.

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