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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 3 · p. Seite 222

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 3
Date
1845-01-01
Page
Seite 222 (sequence 22)
Language
German
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222 seine Verehrung für Moses und die göttliche Lehre gewesen sei , erkennen wir an unzähligen Stellen. So nennt er ihn ״den in jeder Beziehung größten und vollkommensten Menschen" (τα' ττα'ντα μέγιστον xocl τελειοτατον). De vit. Μ. 1. p. 115. *) An einer andern Stelle sagt ^r von ihm: ״er sei Gott liebend und von Gott geliebt gewesen, durchglüht von der himmlischen Liebe (φιλόθεο; τε xxi θεο- φύ.γ,ϊ εγενετο, κατά πνευστείς ύπ εξωτοζ οΰςχνίου). Ι)β vit. Μ. III, 200. In den mosaischen Gesetzen findet er das schönste Abbild des Weltbaucö (τους νόμους εμφεςε- στοίτψ εΙχόνχ της του κόσμου ■πρλιτείχς.) De vit. Μ. II, 195. Deßhalb werden sie auch ewig bestehen, wenn auch alle andern Gesetze wandelbar find. üe vit. Μ. II, 188. . So viel nun als einleitende Bemerkungen. Gehen wir nun zu seinem Systeme selbst über! Hierbei können wir uns jedoch die Schwierigkeit nicht verhehlen ״die sich einer gründlichen Darstellung desselben entgegensetzt. Wir finden Nämlich bei Philo einmal die reinsten, spekulativsten Gedanken, die edelsten Erzeugnisse eines vernünftigen Denkens״dann aber auch phantastische Gebilde, wie sie nur die schwache Vorstellung zu schaffen vermag. Und dies ist es auch, waA zu den großen Mißverständnissen Veranlassung gegeben hat, die wir in den verschiedenen Darstellungen des Philonismus an so vielen Stellen bemerken. Doch glauben wir, diese Schwierigkeit lösen zu können, wenn wir den reinen Kern׳ von der äußern Schale absondern , den philosophischen Gedanken seiner Hülle entkleiden. Es ist dies ganz dasselbe Verhältniß wie mit den mythischen Vorstellungen in den Platonischen Dialogen und wer wollte diese für die wahren Gedanken Plato's halten? 7 So wollen wir denn auch die Philosophie Philo's in *)! Die Seitenzahlen der citirten Stellen sind nach der Ausgabe von Richter angegeben. I

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