Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 178

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 2
Date
1845-01-01
Page
Seite 178 (sequence 68)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2304627-2304652-8107290--10131-2304870
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

„em besseres Schicksal gehabt, als früher; die große Mehrheit (6 gegen 3) hat sich für die Emancipation erklärt, der Abgeordnete Brentano wird in diesem Sinne berichten.^ Wir wünschen von Herzen, daß diese Bemühungen ein gutes Resultat (einen eben solchen Kammerbeschluß und —■ höchste landesherrliche sofortige Genehmigung) hervorbringen mögen! ~ An der II Ständekammer des Königreichs S a ch se n befürwortete kürzlich der Abgeordnete Herr B r o cf h a u s aus Leipzig einige Vorstellungen der sächsischen Jsraelitengememden in Betreff einer Verbesserung ihrer politischen Verhältnisse, auf eine sehr zweckmäßige und für diese Unterthanen günstige Weise. Der weitere Erfolg dieser Vorstellungen wird aber noch erwartet. — Ueber die politische Lage der Juden in Rußland könnten wir eine große Masse von Berichten und Ukasen mittheilen, finden es aber nicht zweckmäßig, weil wir erst adwarten wollen, welchen eigentlichen und gUten Erfolg di- Reise und Verwendung des frommen und ächten Menschen« steundes, Sir Moses Montefiore, für die unglücklichen Juden in Rußland gehabt hat, um. es dann authentisch hier mitztttheilen. *) Während dieser Ehrenmann nach Petersburg reiste, hieß es in den Zeitungen, Se. Maj. der Kaiser habe schön 4 Wochen früher die Ufas, wegen Entfernung der Juden Äon den Gränzen, auf 4 Jahre vertagt , und wir glaubten diese Aenderung möge wohl in Folge der neuen Beweise geschehen sein, welche dem Monarchen seine jüdischen Unterthanen während der jetzigen polnischen Insurrektion gege- *) Rach dem englischen Lewisch Chromtte" seien, wie wir so. eben lesen, dem Dir M. Monteft'ore in Petersburg trü^e Aussichten ewffnet worden, wie er in Privatbriefen an den Oberrabbiner in London klagt. Ihm selbst hat der Kaiser, wie zu erwarten war, ausgezeichnete Ehre erzeigen lassen. Diesem englischen Blatte zufolge, schrieb Sir Moses Moytefiore wie folgt: „Ich hatte die Ehre dem Kaiser vorgestellt zu werden, welcher mich sehr gnädig aufnahm und alle meine Angaben sehr geduldig anhörte. Der Kaiser sagte, ich solle die Genugthuung haben, seine und seiner Minister Versicherung mitzunehmen, daß er sehr eifrig für die Verbesserung der Juden in seinem Reiche strebe, und dieser Gegenstand gerade jetzt feine Aufmerksamkeit in Anspruch nehme." Dieß, lieber Leser, ist bis jetzt Alles, was wir authentisch vom etwanigen Erfolge dieser Reise wissen. —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.