Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
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' ■ 172 In Berlin wird demnächst nach nunmehr auch erfolgter höchsten-GeNlchMigung noch' ein« zweite großeSynagvg« «ri bauet werden, da die jetzige große Synagoge nickt mehr geräumig genugist, utw die Zahl der Mtenven zt, fassen', fest» dem sich di» Gemeind» dreifach gegendi» frühere Arid vermehrt ha«^ Die Herren- Gemeinde -Aeltrstew und'Vorsteher wollen-- daß drv Gottesdienst in dieser Weiten Shnagog» zoitigemäßer eingerichtet werde. Gleich in den erstenzehn- Tagrn, nachdem ein Circulair deshalb erschienen, wurden 7500 Thlr. als Beitrag« dazu bewilligt und di» Bewilligungen dev einzelnen Gemeindemitglieder zu diesem Bausollen sich» schon auf 70,000 Thlr. belaufen. Dir CultuSeinrichtunge« in dieser neum Synagoge dürsten dann wohldenen in der zweiten Synagoge- (2bltn«uschul«> $». Prag gleichenl —“ Nächst ditfem ist in Berlin, seit dem letzten isräelitischm' Neujahrsfesteein neuer Gottesdienst t«r sehr zahlreichen Reformgmossenschast in; , ( einem besondem Tempel eingeführt», und mehrer« fremde Rab- - biner^-und—deutsche^mzrtrrdner"^Wn"bekM^eik^r^Eroff>^! nung dieses Tempels in demselben gepredigt. Im Lause des ] letzten Winters fanden auch in Berlin an zwei verschiedenen Orten viel« öffentliche Vorlesungen über jüdisch« Gegenständ» .. Statt, die sich nach den verschiedenen Richtungen und- Ansichtenvieler- Theilnehmer und Zuhörer zu. erfreuen, hatten.^ Ueber alles Dieses, bald Ausführlicheres. Wir lesen st eben, baß bei' einem glänzendey Festes welches der fräyzöstsche Minister de» Innern in Paris'Ibrahim Pascha zu Ehren kürzlich gegeben» von Baroillet ein« von . den Brüdern Halevy verstßte und MnponirteCantate. „Die GefildedesNiIs"vorgetragen würden, und bei'den andern Piecen u. Ä. Jourdan Mehreres von David's berühmter CoMpositivn „I,e äenert" gesungen hat. Die Herren Halevy und David sind Z^uden, und abgesehen von dem höhernodergeringern Werth dieserArbeiten, giebt es Stoffzu einer Betrachtung über die,' im Berhältniß der kürzen Zeit, seit welcher man das Schicksal der Juden von Seiten der Staaten verbesserte , von den erstem gemachten große« Fortschritt« in den Künsten und Wissenschaften, stlbst auch sogar ohne die getauften Judendie al« Gelehrte und Künstler, als'Professoren an Universitäten u. s. w. jetzt berühmt sind, dabei berüch sichtigen zu wollen. Es jst gar nicht langL. her, daß man