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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 2
Date
1845-01-01
Page
Seite 125 (sequence 15)
Language
German
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12!» Bei der hohen Achtung, in weicher die französischen Rabbiner wegen ihrer, vorzüglich talmudisch-thcölogischen, Kennwisse und konservativ-religiösen Denk-und Handlungsweise im Allgemeinen stehensind wir, besonders unbekannt mlt, den dortigen Einrichtungen in diesem Betrachte, weit entfernt zu vermuthcn, daß der Wunsch nach wciterm Fortbestehen etwanigcr Emolumente bei den Eidesleistun- - gen der dortigen Israeliten in Gegenwart eines israelitischen Geistlichen u. s. w. sie hie und da von Anträgen zur Abschaffung solcher Übclstände abgchaltcn habe. Wir können cs also nur bedauern, daß diese Herren Beamten eine solche Herabwürdigung ihrer Religion und ihrer Glaubensgenossen eine so sehr lange Zeit, jedenfalls wenigstens nur aus Nachlässigkeit, unthätig lind ruhig haben mit anschen können, in einem Staate , in welchem doch sonst gesetzlich ein Unterschied zwischen Juden und Christen in staatlicher Und bürgerlicher Hinsicht längst durchaus nicht mehr Statt findet. —; zu guten Erwartungen von dem jetzigen kräftiger« Wirken des französischen israelitischen Central-Konsistoriums in Paris, zur Verbesserung mancher innern kirchlichen Zustände in drN französischen Jsraelitcngrmcindcn berechtiget sein, da im Monat Mai 1846 zur Wahl eines neuen Großrabbiners dieser vcrehrlichcn und einflußreichen Centralbchörde geschritten wird. Ob aber alle die Hoffnungen, die deshalb in den ofterwähnten „Archivcö" ausgesprochen wurden, nicht zu sanguinisch seien, oder wirklich in Erfüllung gehen werden, muß die Zeit lehren.') Nach diesem Journal habe übrigens das *) Der Herr Redakteur der «Archives" scheint indeß die Schwierigkeiten solcher Reformen -« kennen, wie schon aus seiner Schilderung der verschiedenen über religiöse Gegenstände herrschenden Ansichten-unter den Juden, der Indifferentsten, Progrejsisten, Stabilen und Conservativen u. s. w., deutlich hervorgeht. So sagt er z. D.: Der Stabile weiset die unanstößigste Reform zu

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