Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304652-2304653--09994-2304734- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
^.. 48 . ■־־., ־; י ■ (Das war auch bisher wie natürlich, und wie in allen ähnlichen Kollegien, wo Chefs vorhanden sind, immer der Fall). Dieser Groß - Rabbiner sei aber immer noch kein Pabst und in seiner Macbt stünde es nicht, im Dekalogus etwas zu ändern, weil die Juden׳ in Religionssachen nur allein Moses als Gesetzg-ber und Interpreten des göttlichen Willens anerkennen." ״Was heißt das mit andern Worten," äußert hierbei der Gesellschafter, als — ״es wird Alles beim?fiten bleiben." (Der Dekalog wird ja doch aber auch im Christenthume als heilig betrachtet; und bei Vorkommen darüber-zu discutiren, an welchem T a g e die Sabbathsfeier der Juden Statt haben müsse, könne oder nicht könne, ist hingegen den Rabbinern keineswegs im jüd. Gesetze untersagt. Vgl. auch 'ש״ע א״מ סימן ש׳מ׳ד׳ הר^לך במדבר וגו) Paris. Das Budget des Kultusministers für 1844 verlangte vom Staate und erhielt unter Andern auch eine Vermehrung von 10,000 Franken für den jüdischen Kultus in Frankreich, um 6 Rabbinerstellen, jede zu 1000 Fr., zu gründen, dem Ober - Rabbiner 2000 Fr. Wobnungsgelder und den altersschwachen und kranken Rabbinern 2000 Fr. Unterstühung zuzuweisen. Für das Jahr 1845 hat das franzöfische Ministerium für den jüdischen Kultus eine Vermehr rung von 110,000 Franken bestimmt. *) . Der (jüd.) Kultur-Verein zu Berlin zeigt die diesjährigen zwei Preisfragen an: 1) Eine historische Uebersicht von dem Rabbiner- und Predigerwesen seit dem Jahre 1782 bis auf die neueste Zeit, **) verbunden mit einer Einleitung über die frü- Hern Zustande und eine Darstellung der Bedürfnisse der Gegenwart. 2) Ein zum Unterricht für Lehrer und zur Lektüre Gebildeter geeignetes Handbuch der jüdischen Geschichte von *) Soll wohl 11,000 heißen? ' D. H. **) Die erste deutsche Predigt in einer Synagoge hielten im December 1808 der Rabbiner Herr Löb Berlin und der Herr Präsident Jacobson, dann am Gefetzgebungsfeste 1808 Herr Salomon Eohn in der Synagoge zu Kassel, welches hierauf dort und im damaligen Königreiche Westphalen fortgesetzt wurde. (Sulamith 2 Jahrg. 1. Heft S. 15.) Im October 1808. hielt Herr I. Wolf in der Synagoge zu Deßau die erste deutsche Predigt. (S. Sulamith 2. Jahrg. 4. Heft S. 276.)