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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 1
Date
1845-01-01
Page
Seite 42 (sequence 42)
Language
German
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42 salem lesen konnen? — 4)WennmandieKritiksoim Herzen trägt , wie der gute Chaldäer, so hätte man wissen sollen, daß der Kodex weit zugänglicher hinter den Mauern der Absalons-Höhle ist, als in den Bibliotheks-Gräbern zu Rom, warum also ihn den Jesuiten überantworten? Oder soll er gerade, weil man Kritik fürchtet , den unsauberen Händen der Ketzer entrissen und vergraben werden? — Zum Tröste der gelehrten Welt, die nun nichts me^ Kodex sehen und hören wird, sagen wir ihr, daß es bei den jüdischen Gemeinden Synagogen-Rollen giebt, aus denen der Pentateuch im Jahres- Cyklus öffentlich vorgelesen wird. Der Ritus befiehlt, daß der Pentateuch zu diesem Gebrauche auf Pergament geschrieben sein muß. Er befiehlt aber auch, daß die Rollen, welche wegen Beschädigung der Schrift oder des Pergaments außer Gebrauch kommen, als geweihte Gegenstände betrachtet r nicht zu profanen Zwecken verwendet, sondern an verborgene Orte gelegt und zuweilen vergraben werden. Eine solche Rolle hat unser Chaldäer aufgefunden, wenn er sie nicht von einem her polnischen Juden, von denen Jerusalem wimmelt, gekauft hat. F. L t. (Magazin f. d. Lit. d. Auslandes.) Von Dr. Herxheimer's Uebersetzung der israel. Bibel erscheint jetzt die Fortsetzung (die letzten Propheten). Die wor^üns liegenden Bogen , die allgemeine ßinlctr timg in.bic-äßucl)cr bcr tJctca, mic ^tc XStnlcitimg Jesaias^, geben neue Beweise von den tiefen Kenntnissen und dem Flciße des-Herrn l)x. Hcrxheimcr, und ebenso die teilweise vor uns liegende Uebersetzung des Jesajas mit den Anmerkungen dazu. „Die Weisheit Josua's," dW Sohnes Sirach. In einer neuentreuen , metrisch-gereimten Bearbeitung nach Ben Seb's ebraischer, aus der alten aramäischen Übersetzung derselben, von M. E. Stern. (Wien 1844. Gedruckt bei Franz Edlen von Schmidt und I. I. Busch.)

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