Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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43 „ , „Einen wahren Schatz von Lebensweisheitcuthaltcn diese Sprüche eines Gnomcndichtcrs, der, vor beinahe mehr als zweitausend Jahren lebend, eine solche Tiefe der Moral, eine solche Frische der Lebensanschauung besitzt, daß der Leser unserer.Tage in Zosua's Sprüchen einen reichen Fond von Regeln und Anweisungen auffindet, die ihm auf „den verschiedensten Bahnen desLebensumso festcreStützen liefern, als sie von der Hand eines echten Weisen und wahren Menschenfreundes gespendet sind, eines Mannes, der mit der Klarheit seines edlen Geistes, die Zierde einer eindringlichen Sprache verbindet. Selbst sogenannte „An- ' ftandsrcgcln" harZosua's Werk aufzuwcisen, und um zu zeigen, wie dieselben selbst in dein neuesten „Konipliincntirbuche" nicht fehlen und nicht besser und faßlicher gegeben werden dürften, citircn wir aus Seile 98. folgende Stelle : ’ ' , „Und vorsichtsvoll und mit Bedacht Sei überhaupt stets Dein Benehmen. ' Iß, was man vorgelegt Dir hat, Bescheiden, siltig und gefaßt, Und iß nicht wie ein Nimmersatt, Sonst machst Du sicher Dich verhaßt. Zieh' früher als die Andern Du, und schneller Stets Deine Hand zurück von Deinem Teller: — Und bist Du in Gesellschaft, strecke . Du nicht zuerst die Hand nach dem Gedecke! y Der gesittet ist, bemißt - Immer, was er trinkt und ißt" u. s. w. Ucbrigcns glaubten wir diese Stelle auch schon deshalb mitthcilcn zu können, um zu beweisen, wie der Zahn der Zeit Nach zw ei tausend Iah re n selbst s olche Anleitungen Zosua's nicht anzugrcifcn vermochte, welche sich bloß auf gesellschaftliches Bciichinen beziehen; uni so mebr wohl konnte cs ihm gclingrn, die andern , rein moralischen und lebcnswcieheitlichcn Sprüche zu bewähren, und her