Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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auch eine neue sehr lesenswerthe deutsche Uebersetznng dieser französischen Tragödie von Herrn Dr. Gustav Philippson Mag 1844 , Eigenthum und Verlag von Wolf Pascheles. Pr. 40 Kreuzer C.-M.j erschienen, wobei dem Herrn Uebersetzer „kein weiterer Zweck vor Augen lag , als der, eine dem Originale wie dessen Üebertragung ins Hebräische von unserm berühmten M. Lette ris wo möglich äquate Uebersehüng ins Deutsche beizufügen, und dadurch eine gewisse Einheit fürs Ganze zu gewinnen.) ■ Die geistreichen Romane „Clementine" (Leipzig 1843bei Brockhaus. 1 Thlr.), und „Jenny" (Leipzig 1843, bei Ebendemselben.2 Theile. 3 Thlr15 Sgr.) rühren von einer Dame, Fanny Lewald in Berlin, her. Der Letztere hat die Judenemancipationsfrage zum Gegenstände und behandelt dieselbe' auf eine erschütternde Weise.". (Komet.) — Die „Blätter für literarische Unterhaltung" (No. 19, von 1844). enthalten eine höchst günstige Beurtheilung der obigen Romane und es heißt am.Schlüsse derselben: „Wir wüßten nicht, daß die Frauenromane häufig wären , welchen ein so würdiger, ernster und seine Bedeutung behauptender Inhalt zum Grunde läge , und stehen daher nicht an, der Verfasserin Glück zu wünschen und unsere Leser auf diese neue und jedenfalls bedeutende Erscheinung aufmerksam zu machen. Die gute Gesellschaft würdig, wahr und ohne Earikatur gezeichnet zu sehen, jst jn der jüngsten Zeit wirklich zu einer Seltenheit geworden; Geist und Gefühl allein find dazu nicht hinreichend, es bedarf auch der Treue gegensich selb st und einer gewissen frommen Scheu vor der W a brheit, welche wir bei der Verfasserin der vorliegenden Romane in so seltenem Grade antreffen, daß wir nicht e i n e Befangenheit , nicht eine Einseitigkeit, nicht ein Vorurtbeil an ihr zu rügen wüßten. In der Wärme der Diction und in der Mannichfaltigkeit des Styls steht sie weder dieser noch jener ihrer Mitschwestern nach, und es ^nn leicht geschehen , daß sie die eine oder die