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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 29

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Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 1
Date
1845-01-01
Page
Seite 29 (sequence 29)
Language
German
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■ . 29 ' ■ Abulfaradsch nicht als selbständige Quelle bei dieser Nachricht gelten kann, vielmehr des Alkosti Worte unverändert wiedergiebt, so bleibt nur dieser Letztere noch als die Quelle des Märchens übrig, und wir haben die Pflicht, die Reinheit derselben zu untersuchen. Alkosti, der 40 Jahre nach Maimonides starb, war ohne Zweifel einer der Erstendie über dresen Mann geschrieben. Sein Werk: „Geschichte der Gelehrten," kann nicht vor 1228 entstanden sein, aber sehr wahrscheinlich vor 1235.*) Von M. selber, den er persönlich gekcmnt^hMN^ seine Jugend in Kahira zubrächte, hat er" wohl seine Nachrichten nicht empfangen, und bei den Nachlässigkeiten und Unwahrheiten, die in der Biographie austreten, ist anzunehmen, daß er auch bei den Nachkommen des M. nicht anfragte, vielmehr auf mündliche Gerüchte gebaut, die auf dem weiten Wege zwischen Kahira und Aleppo (wo Alkosti lebte) wohl manches Stadium der Corruption durchlaufen mußten. Verschweigen wir jedoch den wichtigen Umstand nicht, daß der Geschichtschreiber in langjähriger Freundschaft mit dem genannten jüdischen Arzt und Gelehrten Joseph Alsedti stand, welcher selbst ein Lieblingsschüler von M. war und bis zu dessen Tod mit ihm auch in der Ferne im intimsten Verbaltniß blieb. Die Möglichkeit einer Mittheilung von dieset Seite wird wirklich auch in neuester Zeit von einem französischen Gelehrten**) zur Wahrscheinlichkeit erhoben, um dadurch eine Bürgschaft für die Wahrheit der Beschuldigung zu gewinnen. Allein bei näherer Beleuchtung müssen die Ankläger des M. alle Hoffnung aufgeben , durch diese Annahme ihre Beweiskraft zu verstärken. Denn 1) hat Alkosti sein Werk mehrere Jahre nach Alsebti^s Tod geschrieben und kann sich höchstens nur unvollkommen derAussagen seines ver- . storbenen Freundes bedient haben. 2) Unmöglich könnte Alkosti viele andere Ungereimtheiten aus dem Leben .des M. bieten, hatte er Mittheilungen iion Alsebti gehabt oder diese genau und gewissenhaft benutzt. 3) Hätte Alsebti wirklich von seinem Leh- *) Das Leben seines Freundes, des jüdischen Gelehrten Joseph KU sebti, welcher 1226 starb, wird im Buche ausführlich beschrieben, und er erzählt, daß er einige Jahre nach dem Lode ihm (KU kofti) erschienen. Um diese Zeit hatte sich Alkosti von den StaatSgefchäften zurückgezogen, um den Wissenschaften zu leben; 1225 aber bewog ihn Malek al Aztz, das Amt eines WesirS wieder anzunehmen, und er behielt es bis an feinen Lod. #*)• Journal Ahialique 1842. No. 11. p. 37.

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