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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 428

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 428 (sequence 110)
Language
German
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BBM—HBBB—HPMBWB—BMBaB—8BBB—WaBB—BWBaWPBai^aKEH 428 Die fünftägige Arbeitswoche und ihre Problematik chentlichen Ruhetages, ganz abgesehen vom religiösen Moment, eine ökonomische Notwendigkeit erblicken müssen; denn der Mensch, der an jedem siebenten Tage ruht, leistet entschieden mehr als der rastlos Tätige. Ob das aber auch von einem zweiten Feiertage gilt? — Sind die Arbeitsbedingungen einmal menschlich gestaltet, so ändert sich eben das Bild. Es ist nicht ohne weiteres ersichtlich, daß die heute übliche Arbeitszeit von 48 Stunden in der Woche den Menschen so zermürbt, daß er bei geringerer Inanspruchnahme mehr oder doch nicht weniger leisten würde. Nur soviel darf schlechthin als wahr angenommen werden, daß der Produktionserfolg nicht in demselben Maße sinkt, wie die Arbeitszeit herab* gesetzt wird. Die genauere Bestimmung des Verhältnisses stößt aber auf unüberwindliche Schwierigkeiten, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Die Arbeit trägt, wie bereits angedeutet, keinen einheitlichen Charakter. Man hat innerhalb der indu* striellen Arbeit die völlig* und halbautomatische Maschinenarbeit, die körperliche Muskelarbeit, die Geschick* lichkeitsarbeit und jene, die geistige Anspannung erfor* dert, zu unterscheiden (Florence). In allen diesen Fällen ist nicht allein im Endergebnis der Einfluß der Arbeits* zeitkürzung ein anderer, auch der Zeitpunkt, zu dem sich die oben genannten mit der Arbeitszeitkürzung verbun* denen Faktoren auswirken, ist verschieden. Dabei können sich recht komplizierte Zusammenhänge ergeben, die sich nur dem aufmerksamen Beobachter erschließen. So hat man zu Unrecht behauptet, daß unter der Herrschaft des laufenden Bandes der Arbeiter auf das Tempo der Arbeit keinerlei Einfluß habe und daß demzufolge im Falle einer Arbeitszeitkürzung die Arbeitsleistung genau propor* tionell sinken müssen. Das kann höchstens für eine Über* gangszeit gelten, später aber ändert sich das Bild; denn das laufende Band wird ja nicht willkürlich eingestellt,

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