Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 415 (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
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Exegetische Beiträge 415 gemässe Deutung in unserer Stelle nur herbeigezogen ist. Zu beachten ist ferner, dass das Arabische auch ein Adj. Nom. מטבח ein muskulöser Jüngling hat, sowie טבחאיה eine junge, üppige Frau. Unsere Stelle ist somit mit ״die ich auferzogen und grossgezogen habe, die hat der Feind vernichtet“, zu übersetzen. Nach dieser klaren etymologischen Erklärung unsergr Stelle, ist auch עוללי טפוחים wörtlich mit ״Kinder des Heranwachsens“, d. h. heranwachsende Kinder, zu erklären. Hiermit erweist sich auch die Uebersetzung der LXX im überlieferten griechischen Texte als richtig und die Textkor־ rektur von Perles als absolut unangebracht. Ja noch mehr. Auf diese Weise lässt sich die Entstehung der unsinnigen Ueber- Setzung der LXX von עוללי טפוחים mit iTucpuXXioa iizoiaa fiayetpog (״Blätter, die der Koch zubereitet hat“) erklären. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat der Uebersetzer statt טפחים mit ם (wie unser MT. lautet) טבחים mit ב gelesen, infolgedessen בחים£ (vom Arabischen kochen) Köche verstanden und um einen passenden Sinn herauszubekommen עללי gleich עלי Blätter aufgefasst. Und so ist diese unglaubliche Uebersetzung entstanden. Jedenfalls ist aus beiden Stellen zu ersehen, dass die LXX טפח טבח in der noch im Arabischen gebrauchten Bedeutung gekannt hat Demgemäss ist ihre Uebersetzung von טפחתי absolut richtig, und nur bei טפוחים ist eine Missdeutung eingetreten, da der Uebersetzer das Abstraktum טפח in eben demselben Sitme nicht erkannt hat. Ob der Ueberstzer der LXX tatsächlich טבחים und טבחתים in seinem hebräischen Text hatte, oder nur ein Verbum טפח טבח in dem ausgeführten Sinne kannte, kann dahingestellt bleiben. Als Stütze für meine etym. Deutung kann die LXX jedoch gewertet werden.