Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 409 (sequence 91)
- Language
- German
- Belongs to
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Juden der Welt erhaltet den Sabbath 409 Welt habt ihr den Schabbos zu erhalten, als deutlich sicht־־ bare Scheidung ״ בין קודש לחול בין אור לחושךzwischen dem Hei־־ ligen und Gewöhnlichen, zwischen dem Lichte und der Finsternis“. Das aber kann er nur sein und bleiben, wenn er weiter wie bisher aus dem ruhelosen Meer des Zeitge* schehens hineinragt in die kreisende Welt als der unver־־ rückbare Fels und Halt der Ewigkeitsidee — שבו איש תחתיו אל יצא איש ממקומו ביום השבת haftet ein jeder an seiner Stätte, gebt nichts preis von eurem Orte — von Ort und Stätte des siebenten Tages. II. Daß aber auch dem jüdischen Menschen der Sabbat schwerlich, zum mindesten erschwerter seine Kraft und sein Heil wird darreichen können, wenn die grundsätzlichen Änderungen mit ihm geschehen, die eine Kalenderreform mit Blankotag mit sich bringt; und daß damit auch jene Zukunftshoffnung für die Mensch־ heit gefährdet ist, die, im Sabbat aufgeschlossen, sich dereinst ״ ליום שכלו שבתzum Tag, der ganz und für alle Sabbat ist“, entfalten soll: darauf wollen wir, noch kurz unser Augenmerk lenken. Die Schwierigkeiten der Sabbatheiligung sind ins Unge? messene gewachsen. Unsere ganze Veranstaltung ist ein Ergebnis dieser Tatsache. Es ist, so lange Israel in der Zerstreuung lebt, mit dem Sabbat eine Aufgabe und, in gewissem Betracht, eine Entsagung verbunden gewesen: so daß schon der Talmud Gott zu Israel sprechen lassen kann, ״ בני לוו עלי וקדשו קדושת שבת ואני פורעKinder, borgt mir und heiligt den heiligen Sabbat — ich werde euch schon vergelten“. Was für schärfste Formen diese Hinderungen in unserer Zeit angenommen haben, brauche ich im Ein־־ zelnen um so weniger auszuführen, als diese Dinge bei jedem Punkt unserer Tagesordnung zur Sprache und bei jedem, irgendwie gearteten Versuch unserer praktischen Arbeit zum Vorschein kommen müssen. Eines aber ist