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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 407

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 407 (sequence 89)
Language
German
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Juden der Welt erhaltet den Sabbath 407 so wie es die Weisheit unserer Alten unübertrefflich aus dem לעשות את השבת herausgelesen hat: כל המשמר את השבת כאלו עשאה Wer den Sabbat hütet und hält, der hat ihn zu gleicher Zeit geschaffen. So ist der Sabbat eingesetzt ״ אות היא לעולםein Zeh chen für ewig“. Mehr noch als Sonne, Mond und Sterne, die gleichfalls אותות sind, als Zeichen und Merkmale des Schöpferwillens ihren Standort im sichtbaren Universum einnehmen und ihre Beziehung zueinander nicht ändern und wechseln, mehr noch als sie ist der Sabbat: אות לעולם ״Zeichen der Ewigkeit“, Zeugnis des zeih und raumlosen Universums, Urkunde dessen, was in Wirklichkeit nur von der ינסש יתירה der vom Leiblichen entbundenen Seele, erschaut und erlebt wird. Am Sabbat rücken, heißt am Göttlichen rücken. Das in Bewegung setzen, was als Widerschein des אהיה אשר אדדה, des ewig ruhenden Sein, in überirdischem Lichte, vor uns und in uns aufstrahlt, bedeutet dieses Licht aus* löschen und seinen Urquell verschütten. Der Sabbat ist Israel nicht כפרהסיא, in der Öffentlichkeit gegeben, sondern בצנעה, im Geheimen; dort, wo die feinsten, verschwiegen־ sten Regungen hinüberspielen in’s sonst Unfaßbare und Unbegreifliche. Darum widersetzt er sich jeder Rege־־ lung, die im Dienste der Öffentlichkeit, in Rücksicht auf noch so machtvolle Erscheinung des zeitgebundenen Le־־ bens an ihm sich auswirken möchte. Der Sabbat unter* steht keiner Gerichtsbarkeit, keiner weltlichen und keiner jüdischen: er ist ״ קדש לד׳h e i 1 i g n u r Gott“ — לד שנת מסורה ולא לב׳ ד Gott ist der Sabbat übereignet, aber keinem Besdin, so lehrt die Mechilta. Und er ist, nach einem an* deren Mechiltasatz in Mischpotim an das Schewiisgesetz angereiht, ללמדך שלא תתעקר שבת בראשית ממקומה um dich zu lehren, daß der Schabbos Bereschis von seiner Stätte nicht herausgerissen werden darf und kann, so wenig man das siebente Jahr an eine andere Stelle rückt, dem in seiner Anordnung und Bedachtheit von Gott die regelnde

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