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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 405

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 405 (sequence 87)
Language
German
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Juden der Welt erhaltet den Sabbath 405 darf, ob seiner durch die Zeiten hinschwingenden Erfül* lung des זכור vom Berge Sinai: ״ זכרתי לך חסד נעריךIch gedenke dir die Liebe deiner Jugend, die Huld unseres Brautstands, da du mit mir in die Wüste zogst, in unbesäetes Land46. Hinsichtlich der Kalenderreform, deren Ausgangs* punkt und Endziele bei ihrem weltumspannenden Cha* rakter ich wohl ebenso gut als bekannt voraussetzen darf, wie die Träger und Unternehmungen der jüdischen Ge* genbewegung in Europa und Amerika, hinsichtlich der Kalenderreform selbst, beschränke ich mich für meine Person auf folgende Bemerkung. Für uns Juden steht im Vordergrund des Interesses der Blankotag, den die Kalenderreform, eigentlich auf der ganzen Linie, als un* erläßlich in ihr Programm miteinbezieht. Der Blanko* tag, der aus dem Wochengefüge überhaupt herausgenommene namenlose Tag. soll, als 365. im gewöhnlichen und als weiterer 366. im Schaltjahr, 52 stabile Wochen von je 7, oder 13 stabile Monate von je 28, oder 4 stabile Quartale von je 91 Ta* gen, also immer 364 benannte Tage zum Sonnen*Jahresganzen aufrunden. Demnach würde die im Blankotag verankerte Kalenderreform den Sabbat, wie ihn das Ju* dentum durch die Jahrtausende hindurchgetragen hat und m. G. H. durch die Jahrtausende hindurchtragen wird, insofern treffen, als es ihn aus einem als Wochen* ende festgelegten Tag, zu einem durch die ganze Woche hindurchwandernden Tag umschaffen würde. Wir wollen uns klar machen, daß und warum es nur einen einzigen, unveränderlichen und unverrückbaren Sabbat gibt. Erwarten Sie, dazu in solchem Gremium, von mir nicht viel Neues und Unbekanntes, sondern le* diglich Anregung und Auswertung altbewährter jüdischer Weisheit, wenn ich, um den Ernst und die Größe der durch die Zeitereignisse uns zugewiesenen Aufgabe zu beleuchten, nunmehr auszuführen versuche:

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