Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 362 (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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362 Ueber den Gebrauch der Himmelsrichtungen in der Bibel Assurs, das im Osten war und von dorther seine Erobe־ rungszüge nach der entgegengesetzten Westrichtung unternahm, weiterhin rechtsherum nach Norden und wie־ derum entgegengesetzt nach Süden. Verständiger Weise mußte wegen des ״Stoßes“ von Osten her diese Richtung selbst hier gänzlich ausfallen. Zum Schlüsse erübrigt sich nur noch die Erörterung der merkwürdigen Folge w s n o in Num. III, 23, 29, 35, 38. Hier leuchtet wohl kaum die Begründung ein, die Abarbanel für sie gegeben hat. Er weist nämlich dar־ auf hin, daß im Wüstenlager eine zehnstufige Folge von Fürsten zu beobachten ist, die in immer höher ansteigen־ dem Grade mit Achieser vom Stamme Dan im Norden beginnt, über Elischama von Ephraim im Westen, Elizur von Reuben im Süden, Nachschon von Juda im Osten fortschreitet, über Zuriel von Merari im Norden, Eljasaph von Gerschon im Westen, Elizaphän von Kehat im Süden zu Elasar und Aharon gelangt, um mit Mose im Osten abzuschließen. Tatsächlich ist aber die Reihenfolge bei den Leviten: Gerschon im Westen, Kehat im Süden, Me־ rari im Norden und schließlich Mose, Aharon mit seinen Söhnen im Osten. Es bleibt demnach fraglich, warum an unserer Stelle statt mit Gerschon nicht mit Merari be־ gönnen wird. Vielleicht dient auch hier zur Erklärung der Hinweis auf den Umstand, daß im Heiligtum der Westen die bevorzugte Himmelrichtung ist. Die örtliche Reihenfolge mußte hier derjenigen zuliebe zurücktreten, die durch das Alter der Söhne Levis gegeben war, von denen eben der älteste Gerschon ist.