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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 358

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 358 (sequence 40)
Language
German
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35$ Ueber den Gebrauch der Himmelsrichtungen in der Bibel sem Worte anmerkt, der größte Teil des Weltozeans im Süden sich befindet. Darnach ist es schwer verständlich, wie auch noch in der 16. Auflage des ״Handwörterbuch über das alte Testament“ von Wilhelm Gesenius, bearbeitet von Frantz Buhl (Leipzig, F. C. W. Vogel 1915) auch an den zwei Stellen, wo ים dem [צפי entgegensteht (Ps. CVII, 3 und Jes. I L, 12), die Bedeutung ״West“ beibe־ halten wird, obwohl doch in Ps. C VII,3 der Westen offen־ sichtlich bereits durch מערב ausgedrückt ist, dieser also doppelt erwähnt wäre, während der Süden gänzlich fehlte. Der Hinweis auf Amos VIII, 12 verfängt nicht, weil dort zweimal nacheinander das Wort Jam gebraucht wird. In diesem Falle bedeutet es buchstäblich Meer, also von Meer zu Meer, d. h. von Süden bis Westen, wo־ zu passender Weise die beiden übrigen Richtungen mit Zaphon und Misrach wiedergegeben werden. Auch in Deut• XXXIII, 23 steht Jam nicht dem Zaphon gegen־ über, ist also für diese Frage nicht beweiskräftig ״stets Westen“. In Verbindung mit Darom bedeutet es selbst־ verständlich nicht Süden, im Ps. CVII, 3 aber ist dies zweifellos sein richtiger Sinn. Hiermit sind wir auf die Gruppe B, die sogenannten kreuzförmigen Zusammenstellungen von Himmelsrich־ tungen, geführt. Jes. XLIII, 5. 6 zeigt ganz deutlich, daß eine solche in umfassendem Sinne zu verstehen ist, wie der Zusatz טקצה הארץ es noch ausdrücklich bekundet. Hier wird aber der weiteste Westen nicht durch das nächstbenachbarte Jam, sondern durch das unbegrenzte und viel umfassendere Maaraw wiedergegeben, ebenso Süden durch das umfassendere תימן (das Rechtsliegende) und nicht durch Darom oder Negew. Mit einer ganz ähnlichen Verheißung befaßt sich auch Ps. CVII, 3, wo ebenfalls der allgemeine Ausdruck ומארצות קבצם andeutet, daß die Himmelsgegenden im weitesten Sinne zu fassen sind, weshalb der Westen mit Maaraw und der Süden mit Jam ausgedrückt werden. Dagegen I CHR. IX, 24,

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