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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 359

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 359 (sequence 41)
Language
German
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Ueber den Gebrauch der Himmelsrichtungen in der Bibel 359 wo vom engbegrenzten Tempel die Rede ist, finden wir wieder Westen durch Jam und Süden durch Negew be* * zeichnet. Ähnlich liegen die Verhältnisse ir Exod. XXIII, 31, wo die Grenzen Palästinas in der ungefähr richtigen Folge o w s n angegeben sind, wenn wir uns Raschbam anschließen, der das Schilfmeer als im Osten Palästinas gelegen ansieht und den Nahar (Euphrat) als nördlich des Landes betrachtet, weil offenbar die Zwischenrich* tungen Südost und Nordost nicht üblich sind. Daß bei einer solchen kreuzförmigen Anführung der Himmels* richtungen wesentliche Gründe für die Voranstellung der einen oder anderen bestimmend sein konnten, zeigt Gen. XIII, 14. Dort findet sich Abraham der göttlichen Erscheinung gegenüber. Unter Aberkennung der Göttlich* keit der im Osten aufgehenden Sonne (vergl. Ez. VIII, 16 ץיםדהם קדמה יהמה משתחדם קימה לשמש erblickt er sie gerade in der gegengesetzten Richtung, wendet ihr sein Angesicht zu, mithin nach Westen. Soll er in dieser Stellung zuerst die Längs* und dann die Breitenausdehnung ins Auge fassen, so wendet sich gemäß der schon mehrfach angedeuteten Bevorzugung der rechten Seite der Blick zunächst nach Norden und anschließend nach der entgegengesetzten Seite, mithin nach Süden.* Bei der nun folgenden Breitenausdehnung wird mit Osten begonnen, um dadurch die Fortsetzung der Umschau als solche deutlich zu machen. Sie würde bei der Folge Westen*Osten nicht so klar her* vortreten, da sie ja aus der Gesichtsrichtung Westen be* gann. Hiermit stimmt überein, daß Gen. XXVIII, 14, wo dem auf dem Wege nach Osten befindlichen Jakob die Ausdehnung des ihm zugesicherten Erbes im Traume gezeigt wird, die Umschau mit Westen eingeleitet wird, was beim Osten als Ausgangsrichtung nicht so deutlich hervorträte. Daß alsdann mit Norden fortgefahren wird, ־...י" י. * Nur an fünf Stellen in der Bibel (Ez. XL, io; XLV, 6; IIL, 8; io und Zach. II, 6) wird die Breitenausdehnung der Länge vorangestellt.

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