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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 330

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 330 (sequence 12)
Language
German
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330 Metaphysik und Religion Begriff des -Heiligen als einer „Kontrastharmonie“ des „tremendum“ und „fascinosum“ auf eine besondere sub* jektive Erlebnisart reduziert werden können.21 Die Dignität der S c h e 1 e r sehen Methode und seine Fassung der Transzedenz des religiösen Gegenstandes parallel zum metaphysischen lassen jedenfalls keine andere Be* trachtungsweise zu. Von hier aus gesehen, ist die phäno* menologisch*k r i t i s c h e Behandlung, wie sie neuerdings Ernst Cassirer in seiner „Philosophie der symbolischen Formen“22 zur Anwendung bringt, die einzige wissenschaftlich berechtigte. Es scheint also, daß von erkenntnistheoretischer Ab* solutheit der religiösen Objektsphäre nicht mehr die Rede sein kann. Sowohl die psychologistische wie die phäno* menologisch*objektivistische Begründung des Religiösen kann, da auf das transzendentale Subjekt zurückleitbar, den Absolutheitsanspruch nicht rechtfertigen. Gibt es noch eine dritte Möglichkeit über die genannte zweiglied* rige Disjunktion hinaus? Wir müssen auf den Sinn der religiösen Transzendenz* intention zurückgreifen, um diese Frage zu beantworten. Das eine jedenfalls steht auf Grund des erörterten meta* physischen Relativismus bereits als unverrückbar für uns fest: Daßjede „erlebte“ und „erschaute“ We* sensbestimmung des Göttlich en den Stern* pel des Relativen trägt. Es wird sich also darum handeln, den Sinn der göttlichen Transzendenz sowohl nach seiner objektiven Sphäre wie subjektiven Intention aus dem Gesamtbereich transzendentalistischer Relati* vierungsmöglichkeiten überhaupt auszuscheiden. Ob und wie das durchgeführt werden kann, soll eine aktphänome* 21 Einen Vergleich zwischen dem „Heiligen“ Schelers und Ottos liefert Przywara, Religionsbegründung, S. 113 ff. 22 Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, Bruno Cassirer. Berlin. Vgl. Band II, S, 18,

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