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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 329

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 329 (sequence 11)
Language
German
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Metaphysik und Religion 329 grenzung und Objektidentifizierung ist die Idee der Zu* sammenschau von Metaphysik und Religion. „Erst Me* taphysik und Religion zusammen ergeben ein adäquates Bild, einen adäquaten Eindruck vom Ewigen. Wir müssen also einsehen, daß der adäquateste Gottesbesitz... erst durch die widerstreitlose und widerspruchslose Zusamt menschau des religiösen Gottes und des metaphysischen Weltgrundes erzielt werden kann.“20 Auf Grund unserer eingangs entwickelten erkenntnis* theoretisch begründeten Ablehnung des metaphysischen Absolutismus ergibt sich, wenn wir mit S c h e 1 e r den Gegenstand der Religion mit dem der Metaphysik identi* fizieren, daß von einer Absolutheit des im religiösen Akt erlebten „summum bonum“ keine Rede sein kann. So* bald die Transzendenz des werthöchsten und personalen Heilsgrundes auf prinzipiell gleicher Ebene liegt wie die Transzendenz des metaphysischen ens per se, kann ihr kein Vorrang vor dieser zugestanden werden. Phänomenal erlebte,, Wertqualitäten“ des G ö 11 * lichensindebensowiephänomenalerlebte eidetische Seinsstrukturen transzendent talistisch zu deuten und relativistisch zu beurteilen. Ebenso wie in der metaphysischen Hai* tung das Objekt aus der Aktbeschaffenheit und letztlich aus der geistigen Struktur des Bewußtseins zu begreifen ist, kann auch das Objekt der religiösen Akte erkenntnis* theoretisch nur auf Immanenzgeltung Anspruch erheben. S c h e 1 e r s Begriff des „Heiligen“ als einer „anschaulichen Qualität des Göttlichen“ wird also selbst auf die subjek* tive Immanenz und eine besondere religiöse Anlage, die ja auch von S c h e 1 e r vorausgesetzt wird, zurückgeführt werden müssen. In gleicher Weise wird auch R. Ottos „Das Gottesbild des tatsächlich persönlichen Gottes“, so heißt es dort S. 410, „ist also für Metaphysik und Religion dasselbe.“ 20 Vgl. Vom Ewigen im Menschen, S. 341,

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