Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 5-8 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 319 (sequence 137)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Bücherbesprechungen 319 Nach dem oben gesagtem ist es also Ehrentreu in seiner Ärbeit nicht gelungen, die O-Frage zu lösen, Ehrentreu hat aber eine sehr dankenswerte Ärbeit geleistet, schon dadurch, daß er ein massoretisches Problem zum Gegenstand einer größeren Untersuchung ge׳־ macht hat, abgesehen davon, daß in seiner Ärbeit sich viel Be׳־ achtenswertes findet. R. Edelmann-Bonn. Moses Mendelssohn Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe in Gemeinschaft von F. Bamberger, H. Borodianski, S. Rawidowicz, B. Strauß. L. Strauß, herausgegeben von J. Ellbogen, J. Guttmann, E, Mittwoch. 1929. Band I, VI, XVI. 1929. Äkademie - Verlag, Berlin. Ueber Umfang und Charakter der Gesamtausgabe gibt das Vorwort Äuskunft. Der erste Band enthält die Schriften zur Philosophie und Äesthetik bearbeitet von Fritz Bamberger. Die wertvolle Einleitung, die den Philosophen Mendelssohn in die Geschichte der Philosophie einzureihen sucht, hätten wir noch ausführlich gewünscht, während man — wie wir meinen — auch von streng Wissenschaftlichem Standpunkt den ״Äpparat“ hätte kürzer gestalten können. Der siebente Band bringt den ersten Band von Mendelssohns Schriften zum Judentum bearbeitet von Simon Rawidowicz, dem aus seiner klassischen Herausgabe der Schriften Krochmals rühmlichst bekannten Äutor. Mehr noch als in jener Äusgabe macht sich hier die glückliche Vereinigung des philosophisch und talmudisch geschulten Gelehrten geltend. Für den Lavater-Mendelssohn-Streit erhält man durch Berücksichtigung der neu aufgedeckten Quälen mannigfache Äufklärung. Hier die neu gegebenen Briefe und Dokumente zu Mendelssohns Äuseinandersetzung mit Lavater und Bonnet von Bedeutung. Der 16. Band gehört der Äbteilung ,,Hebräische Abteilung“ an und bringt den Briefwechsel in hebräischer und jüdisch-deutscher Sprache. Mögen letztere, wie vom Bearbeiter H. Borodianski betont wird, eine bedeutsame Lücke für die sprachgeschichtliche Forschung ausfüllen, so ist es doch fraglich, ob man dem Genius Mendelssohn, den man ja mit dieser Jubiläumsausgabe ehren will, mit dieser Veröffentlichung gerecht wird. —h. Fr. B. Schaeffer: ,,Frankfurter Ärmen- und Wohlfahrtspflege in alter und neuer Zeit. Verlag Jos. Reusch, Frankfurt a. M. 1927. Geh. 5 M., geb. 7.50 M. Schaeffer zeigt wie es sich bei den Problemen der Ärmen und Wohlfahrtspflege aller Konfessionen nur um uralte Bestrebungen und Ideen handelt, die in dem Wechsel der Zeit wohl gewisse Äen-