Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 5-8 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 268 (sequence 86)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2292929-2293072-2293075--11111-2304412- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
268 Beiträge zur historischen Topographie Palästinas Die mir vorliegende Ausgabe des Midrasch rabba (ed. Horeb, New York-Berlin) hat die La ׳מגדל דיו das sich der richtigen Lesart am meisten nähert. Guerin48 hat auf dem steilen Teil Ermet,49 4V2 km südöstlich vom Ras e 1 - A b j a d und etwas mehr als 1 km südwestlich von C h i r b e t Zebed die Ortslage einer alten Stadt gefunden. Unter den aus großen Steinblöcken bestehenden Trümmern einer alten Burg fand er einen viereckigen Block, in dessen Frontseite der Name Amv eingegraben war. Auf diesem Hügel gab es noch Reste scheinbar eines alten Tempels mit zumeist noch gut erhaltenen Säulen, ebenso Ruinen von Wohnhäusern, Grabeshöhlen mit schönen Sarkophagen und in den Felsen gehauene Keller und Zisternen. Es ist kein Zweifel, daß wir hier die Ortslage des von uns gesuchten Grenzortes haben, dessen Name מגדל דיין Migdal Dion zu lesen ist. Ein anderes Awv war eine Stadt der Dekapolis in der Nähe von Pella, wahrscheinlich eine Gründung Alexanders der Großen.50 Es ist wohl möglich, daß in fester Position in der Nähe der Via maris, die von Syrien nach Palästina führt, eine zweite Stadt dieses Namens auf Befehl des siegreichen Königs der Makedonier errichtet worden ist, die noch zur Zeit des Talmuds bestand, jetzt aber in Trümmern liegt. Das hebräische Migdal ist im Namen des arabischen Dorfes e 1 - M e d s c h d e 1 erhalten geblieben, das etwa 4 km nordöstlich von der Ruine Kermith liegt. In der Festsetzung der Grenze zwischen dem Gebiete Zebuluns und dem sidonischen Gebiete gingen also R. Elasar und R. Jochanan röcht weit auseinander. Ersterer nennt als Grenzpunkt זברד דגלילד־ז — Chirbet Zebed, letzterer das nahe מגדל דיון — Chirbet Kermith, das ihm als bedeutenderer Ort als Grenzpunkt geeigneter erschien. 48 Galilee II, S. 138—139. 49 Äuf der großen Karte des PEF Bl. III. Kh. Kermith. Im Volksmunde wird der Kehllaut qäf wie ein Hauchlaut ausgesprochen. 50 E. Schürer, Gesch. des jüd. Volkes4, II. 176 f.