Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 5-8 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 258 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
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258 Beiträge zur historischen Topographie Palästinas beide bekannte galiläische Städte, hervor.15 In der Äufzählung gerade dieser drei großen Städte Galiläas liegt vielleicht eine Absicht vor: Kabul im Westen, Schihin in der Mitte und Migdal der Färber im Osten der Landschaft. In jer. Pesachim IV 1, 30d und Taanith I 6, 64c Mitte wird erzählt, daß in מגדל צבעייה Äkazienbäume wuchsen. R. Chanina wurde befragt, ob dieselben zur Verarbeitung verwendet werden dürften, worauf er entschied, daß dies nicht geschehen dürfe, weil es die verewigten Vorfahren für verboten hielten.16 Dieselbe Stelle wird in Bereschith r. 944 und Schir ha-Schirim r. zu 112 wiederholt mit der Begründung, daß von diesen Äkazienbäumen die Bundeslade gezimmert worden sei.17 Hier wird sogar in einem und demselben Texte derselbe Ort zuerst מגדלא צבעיא und bald darauf מגדלא ohne Zunamen genannt.18 15 Klein, der diese Stelle des jer. Talmuds bei einer anderen Gelegenheit (Beitr. SS. 64 u. 72) zitiert, zweifelt auch nicht daran, daß damit Magdala am Westufer des Tiberias-Sees gemeint ist, will aber allerdings hier das Wort דצבעייא gestrichen haben! lb אעין דשיטין הוו במגדל צבעייה ושאלון לר׳ חנינה חברהון דרבנן מהו מיעבד בהן עבורה♦ אמר להן מכיון שנהגו בהן אבותיכם באיסור אל תשנו מנהג אבותיכם נוחי נפש" 17 א״ר לוי ממגדל צבעיא קצצום והביאום עמהן למצרים ולא נמצאו בהם לא קשר ולא פקע" אעיי דשיטין הוד, במגדלא והיו נוהגים בהם איסור משום קדושת הארון" 18 Bei der Wiedergabe dieser Stelle behauptet Klein a. a. O. S. 81 mit Bestimmtheit, daß hier nur an eine ostjordanische Oertlichkeit gedacht werden könne, ohne diese Behauptung zu begründen. Ich sehe nicht ein, warum die Äkazie, die in Jericho und in den Randgebieten des Toten Meeres beheimatet ist, nicht auch an den Ufern des tiefgelegenen Tiberias-Sees bzw. in der Ginnesar- Ebene zu Hause gewesen sein soll (vgl. auch Bell. Jud. III 10, 8). Ebenso wie es im Ostjordanlande ein אבל השטים gegeben hat, so gab es auch im Westjordanlande ein בית השטה (Richter 722) und ein נחל השטים (Joel 418). G. E. Post, dessen Werk ״Flora of Sgria, Palestine and Sinai“ für die Kenntnis der Pflanzenwelt dieser Länder grundlegend ist, gibt auf S. 298 f. die Täler um das Tote Meer und südwärts sowie die Küstenebene in der Gegend von Sidon und Gaza für das Vorkommen verschiedener Äkazienarten an. Sie kommen natürlich in allen tiefen Tälern vor.