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Jeschurun · 1930-05-01 · Heft 5-8 (Mai 1930) · p. Seite 239

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 5-8 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 239 (sequence 57)
Language
German
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Einleitungswissenschaft in den jüd. Schulen Italiens usw.. 239 der König in Gefangenschaft geführt und viele heilige Gerätschaften (Dan. 1, 11 und II. Kön. 24, 2) ffortgeschleppt wurden. Jojachim traf das gleiche Schicksal; die Stadt wurde belagert; er selbst wurde nach Babel geführt, zusammen mit vielen Fürsten und Fürstinnen, Feldherren, Schätzen etc. (Kön. das.). Ihm folgte Zidkia, der eine zweijährige Belagerung auszuhalten hatte; und er wurde gefangen genommen, geblendet und nach Babel geführt. Im fünften Monate des gleichen Jahres verbrannte Nebukadnezar das Haus Gottes und führte die zurückgebliebenen Führer des Volkes in Gefangenschaft. Nur Gedalja, Sohn Ächikams blieb, der es regierte, aber bald von Ismael, Sohn Netanjas erschlagen wurde; danach begaben sich auch die übrigen Zurückgebliebenen auf die Flucht. Das sind die Ereignisse, die dem Propheten den Gegenstand lieferten, auf den hin er von Gott begeistert die vorliegenden Klagelieder schrieb, — von denen jedes auf ein besonderes Ereignis des Volks nach folgender Art geschrieben wurde: Der Gegenstand des ersten Klageliedes war die Gefangenschaft von Jojakim und Jojachim und die Verschleppung der heiligen Geräte aus dem Hause Gottes, wobei im nächststehenden Text die Geschichte der Gefangenschaft dieser zwei Fürsten erwähnt ist; darum heißt es :ידו פרש צר und zum anderen ״באו גרים מקדשה אשר צוית לא יבאר בקהל לך Das sind die Ämmoniter und Moabiter, wie bei Jojachim zu lesen ist (II. Kön. 24, ישלח ד, בו את גדודי מואב וארת גדודי בני עמון)/ die sich mit den Hebräern verschwägern durften; und es ist kein Zweifel, daß Nebukadnezar, als er in Jerusalem als Feind einzog, nicht viele alte und junge Einwohner unterschiedslos umgebracht haben sollte, selbst wenn das nicht ausdrücklich im Texte vermerkt wäre; daher kommt es, daß in diesem ersten Klageliede der Hinmetzelung des Volkes Erwähnung getan wird. Da aber damals unter dieser zwei Königen in dieser Belagerung nicht die Stadt zerstört und nicht der Tempel niedergebrannt wurde, so wird in diesem (ersten Klageliede)

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