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Jeschurun · 1930-05-01 · Heft 5-8 (Mai 1930) · p. Seite 211

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 5-8 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 211 (sequence 29)
Language
German
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Ueber die Zahlbezeichnung in der jüdischen Literatur 211 ginnend, von rechts nach links, wie wir es gewohnt sind, ausführt, demnach hier nicht nach seinem Vorbilde Abraham ibn Esra, der übrigens nicht zitiert wird, verfährt.17 Auffälligerweise schreibt Levi ben Gerson, wenn er nach dem Gebrauche seiner Zeit Sexagesimalbrüche, d. h. nach Potenzen von 60 fortschreitende Brüche statt unserer damals noch nicht bekannten Dezimalbrüche verwendet, die Minuten, Sekunden, Terzen, Quarten, Quinten und Sexten in der alten Zahlbe״ Zeichnung unter Benützung des Alphabets bis zum Buchstaben samech (sechzig) .18 Trotz ihrer Vollkommenheit und trotz ihrer Einführung durch zwei so bedeutende Männer wie Abraham ibn Esra und Levi ben Gerson vermochte sich die geschilderte Zahlbezeichnung, die unserer indisch-arabischen völlig aequivalent ist und mit der man daher ebenso leicht und handlich in genau derselben Weise wie mit der letztgenannten operieren kann, nicht durchzusetzen. Statt der sich nur auf den neun ersten Buchstaben des Alphabets und der Null aufbauenden Schreibweise bediente man sich in der hebräischen Literatur weiter der alten, mit Hilfe des gesamten Alphabets gebildeten komplizierteren und für das Rechnen absolut unbrauchbaren Zahlen. Die Manuskripte des Sefer Ha-Mispar und des Maassei- Choscheb lagen unbenützt und vergessen in den Bibliotheken.19 17 Vgl. G. Lange, Sefer Maassei Choscheb usw., S. 63 und hebräischer Teil, S. 54. 18 Vgl. G. Lange, Sefer Maassei Choscheb usw., S. 61 und 63 sowie hebräischer Teil, S. 53 und 54. 19 Aus Abraham ibn Esra’s Sefer Ha-Mispar hat zwar der Konstantinopler Oberrabbiner Elia Misrachi (1455 bis 1526) in seinem Sefer-Hamispar, das auszugsweise mit lateinischer Uebersetzung bereits im Jahre 1546 von Sebastian Münster, der damals in Basel die hebräische Sprache lehrte, herausgegeben wurde (vgl. hierzu G. Wertheim, Die Arithmetik des Elia Misrachi, zweite verbesserte Auflage, Braunschweig 1896), eine größere Anzahl Aufgaben entlehnt (vgl. G. Wertheim, a. a. O., S. 6 sowie M. Silberberg, Sefer Ha-Mispar usw., Anmerkungen 67, 87 usw.); doch hat Elia Misrachi das Positionssgstem, das er unter Berufung sowohl

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