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Jeschurun · 1930-03-01 · Heft 3-4 (März 1930) · p. Seite 181

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 3-4 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
Seite 181 (sequence 87)
Language
German
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Bücherbesprechungen 181 zu folgen ausdrücklich versichert. Äber man braucht nur die erste Seite aufzuschlagen, um zu Gen. 1, 11 zu finden, daß dort דשא mit רביע versehen ist, während die meisten anderen Handschriften und Drucke — darunter, wie abermaliges Nachschlagen ergibt, auch der Venediger — זקף haben. Kann demgegenüber Edelmann irgendwelche positiven Momente anführen, die uns dazu berechngen würden, selbst diese Ausgabe, die — um es zu wiederholen — die Uebereinstimmung mit der Venediger sonst durchaus anstrebt, gerade in ihrer Äkzentuation tatsächlich von dieser abhängig sein zu lassen? Statt mit mißverstandenen Schlagworten zu operieren und anderen unhistorische Betrachtungsweise vorzuwerfen, sollte Edelmann doch erst einmal die logischen und historischen Fehler aus seinen Darlegungen beseitigen. Dann ließe sich ja weiter darüber reden, ob ״gewisse mehr oder weniger bedeutungsvolle Minutien“, deren Nichtberücksichtigung er mir in diesem Zusammenhang auch vorwirft, für die Fragen, um die es sich in meinem Buch handelt, wirklich irgendwie bedeutungsvoll sind. Ä. Spanier-Berlin. Bücherbesprechungen- Dr. rer. pol. J. M. Isler: Rückkehr der Juden zur Land- Wirtschaft. Beitrag zur Geschichte der landwirtschaftlichen Kolonisation der Juden in verschiedenen Ländern. 1929. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. Das Buch von Herrn Dr. J. M. Isler will״ anhand von Tat- Sachen beweisen, daß die Juden so gut wie jedes andere Volk zur landwirtschaftlichen Kolonisation befähigt sind. Der Verfasser tritt damit der Ansicht Sombart’s, es sei in dem jüdischen Volks- Charakter begründet, daß die Juden in ihren Berufen nicht an den Stätten der Produktion, sondern fast ausschließlich im Handel beschäftigt sind, entgegen. Nicht die Eignung zum Handel schuf diese Lage, wie wir sie in der Diaspora vorfindenj sondern die Not, die keinen anderen Ausweg ließ. Die Kolonisationsversuche, die mit dem 19. Jahrhundert irj Rußland einsetzten, sollten einem Teil der zusammengepferchten jüdischen Massen die Möglichkeit zur landwirtschaftlichen Betätigung geben. Aber es ist nicht so leicht, aus Menschen; die viele Generationen hindurch städtische Kleinhändler waren, mit einem Schlage Bauern zu machen. Äußer der ungewohnten körperlichen Arbeit gehörte auch eine ganz andere Lebensauffassung dazu, als sie der bisherige Beruf verlangte. So darf man sich nicht wun-

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