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Jeschurun · 1930-03-01 · Heft 3-4 (März 1930) · p. Seite 152

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 3-4 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
Seite 152 (sequence 58)
Language
German
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152 ״Warschau“ von Schalom Äsch beschäftigt sich eingehend mit der Bibelhandschrift, die ihrem Kolo-׳ phon nach von Hron Ben Äser punktiert und mit Masora versehen ist, und der Prophetenhandschrift, die gleichfalls ihrem Kolophon von Mose Ben Äser geschrieben und punktiert ist. Beide Ängaben sind für die erstgenannte Handschrift von Wiekes, Harkavg und Lagarde, für die zweite von Neubauer bestritten worden. Kahle vertritt die Echtheit der Kolophone. Nach Kahle sind die meisten Bedenken der erwähnten Gelehrten unerheblich; nur eines ist von Bedeutung: Beide Handschriften weichen in der Setzung des A\eteg von dem ab, was nach allgemeiner Äuffassung den Regeln des Ben Äser entspricht. Vorausgesetzt wird hierbei, daß die Punktation des Textus receptus mit der des Ben Äser identisch ist. Demgegenüber vertritt Kahle die Änsicht, daß die Punktation des Textus receptus wohl im Wesentlichen auf die Punktation des Ben Äser zurückgeht, aber später noch in Einzelheiten, wie etwa der Meteg-Setzung ausgebaut worden ist. Damit erklärt sich, daß die erwähnten Hand- Schriften nicht die Gestalt des Textus receptus haben können. Zur Stützung seiner Änsicht verweist Kahle auf eine Reihe älterer Handschriften, die gleichfalls in der Meteg-Setzung vom Textus receptus abweichen, untereinander aber in starker Beziehung stehen. Äußer einigen Handschriften englischer Bibliotheken zieht Kahle 14 in Leningrad befindliche Handschriften heran, die nachweisbar zwisehen 930 und 1130 geschrieben sind. Kahle beschreibt diese Hand- Schriften eingehend im vierten Äbschnitt seines Buches. Diese Be- Schreibung soll mit Hilfe von Faksimiles einen Änhalt für die Datierung älterer Bibelhandschriften geben. Die ״Masoreten des Westens“ geben eine Fülle bisher unbekannten Materials, zeigen eine Reihe neuer Probleme auf. Wir können Kahle in der Lösung der Probleme nicht immer folgen. Wir haben allen Änlaß, Kahle für sein Werk zu danken, auch wenn wir in der Wertung des Materials, in der Lösung der Probleme andere Wege gehen. ״Warschau“ von Schalom Asch. Von Dr. Armin Blau, Hamburg. Schalom Äsch hat eine Romantrilogie geschrieben mit dem Obertitel ,,Vor der Sintflut“. Der vorliegende zweite Teil mit dem Titel ״Warschau“ (der 1. Teil, gleichsam ein Vorspiel zum 2., heißt ״Petersburg“, der 3. Teil ״Moskau“) läßt schon einen bedeutenden Schauplatz und Hintergrund

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