Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1930)
- Date
- 1930-03-01
- Page
- Seite 144 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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144 Die Anfänge von Hirschei Löbels Berliner Rabbinat Hertz eines Menschen erdencken möchte, nicht lassen will. Ferner auch schwöre ich, daß ich über dieser meiner schebuo (Eydes-Leistung) keinen perusch (Erklärung) annehmen will (das ist, wenn einer würde sagen, die schebuo (der Eyd) kan so und so ausgeleget werden, also könte man potur (frey und loß) seyn und keinen onesch (Straffe) darüber befürchten: das soll nicht gelten), keine haphoro (Caßirung) oder hattoro (Erlassung), nehmlich wenn ein anderer mögte wollen diese schebuo (diesen Eyd) verstören oder zu nichte machen oder mattir (auflösend) seyn und sie auf sich nehmen, keine selicho umchilo (Verzeihung und Vergebung), welches alles schon so nichts gilt, weil zu Anfang der schebuo (des Eydes) gesagt ist, daß man schwören will 10 al daaso (nicht nach seinem Sinn) nehmlich des nischba (der da schwöret), sondern a] daas hammaschbiim (nach dem Sinn derjenigen, die da schwören lassen), von keinem Juden noch andern Menschen. Auch soll mir die tephilloh col nidre (Das Gebeth, welches sich mit diesen Worten alle Gelübde anfängt), welche wir erebh jom kippur (am heiligen Abend des Versöhnungs-Tages) zum maaribh (zum Abend-Gebeth) zu thun pflegen, nicht zu statten kommen, noch meine chatoim (Sünden) mechapper seyn (versonnen) oder wegnehmen, wenn ich mit dieser meiner schebuo (Eydes-Leistung) einen ben odom (Menschen) meramme bin (betriege). Und ruffe ich Dich an, Adonai elohim, elohe Jisroel (Herr Gott, Du Gott Israel), jochid umjuchad, elohe emes, elohe elohim vaadone haadonim, elohe abosai Abrohom, Jitzchok ve-Jaakob (Dich eintzigen und ewigen Gott, der Du bist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Herren, ein Gott meiner Väter Abraham, Isaac und Jacob), so wahr als ich Dir als meinem Gott diene und zu Dir tephilloh (Gebeth) thue und so wahr ich maamin bin (glaube) an Deine heilige thoro (Gesetze) und an alle mitzvos (Gebothe), daß Du durch Deinen herrlichen großen Nahmen Adonai elohim (Herr Gott) selbst memalle umkajjem bist (erfüllest und bestätigest) diese meine schebuo (Eyd): daß ich in allen und jeden Fällen, wo es auf Bestimmung eines jüdischen Ritus