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Jeschurun · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 93

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
Seite 93 (sequence 95)
Language
German
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Bücherbesprechungen 93 Bücherbesprechungen. Robert Koeppe 1 , Palästina. Die Landschaft in Karten und Bildern. J. C. B. Mohr, Tübingen 1930. , Ein überaus vielseitiger, sehr verständig angelegter Bilderatlas Palästinas, der vom Geologischen zum Landschaftkundlichen schreitet, um dann Bilder der einzelnen Landschaften und im Anhänge zahl״׳ reiche Literatur-, Bilder- und Kartenhinweise zu geben. Das Material an Karten und Bildern ist sehr verschiedenartig und dartun mannigfach benutzbar. Doch sind manche Karten zu stark beschriftet und manche Fiiegeraufnahmen von zu kleinem Maßstabe (trotz der Erläuterungen), um anschaulich zu wirken. Als Hilfsmittel für den Theologen und Geographen ist das Werk gedacht und zu begrüßen; Aber so gesehen hätte der Verfasser, ein naturwissenschaftlich gebildeter Pater, auch dem neuen Palästina, dem - Aufbauwerk, das durchaus in die heutige Landschaft — hat er diese doch zum großen Teile auf genommen — gehört, seine Aufmerksamkeit widmen müssen. Das ist garnicht geschehen und sehr zu .bedauern. —i. Pentateuch and Haftorahs edited bg the Chief Rabbi Dr. j. H. Hertz, Genesis. London 1929. Mit dieser Ausgabe wird ein lange fühlbarer Mangel ausgefüllt: Ein Schul- und Hausbuch, das dem englischen Juden die Sidrah und Haftorah wirklich nahebringt. Es ist nicht nur durch schöne Aufmachung und schlichte Uebersetzung hierfür gesorgt, sondern auch durch einen Kommentar, für dessen Ausarbeitung Dr. Hertz Mitarbeiter zur Verfügung standen und der weitgehend die alten jüdischen Kommentatoren heranzieht. Was aber den besonderen Reiz des Kommentars ausmacht, ist seine Lebensnähe, ist die innige Verbindüng alten und neueren exegetischen Gutes mit allgemeinen Bemerkungen führender Geister über Sinn und Wert des Judentums (vgl. z. B. 12, 2; 37, 2 u. a.). Rühmende Erwähnung verdienen auch die selbständigen Ausführungen, die allgemeine Themen des Pentateuch behandeln (so etwa ,,Abraham“, ,,Gibt es zwei widersprechende Berichte über Schöpfung und Sintflut?“, ״Josef und seine Brüder“). Sie suchen in warmer, jedoch keineswegs allzu pathetischer Sprache die Steilung und Bedeutung von Persönlichkeiten und wichtigen Vorgängen festzuhalten und gehen auch auf bibelkritische Thesen in apologetischer, durchaus überzeugender Weise ein. Diese Ausgäbe des Pentateuch ist so in gutem Sinne Wortes modern und wird sicherlich für das traditionelle Judentum werben. Ein ähnliches Werk in deutscher Sprache existiert unseres Wissens nicht und wäre durchaus nötig. Eine originelle, sehr begrüßenswerte Neuheit der Hertz’schen Ausgabe könnte dann auch Verwendung finden: die Beigäbe übersichtlicher geographischer Karten. B. P.

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