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Jeschurun · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
Seite 42 (sequence 44)
Language
German
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42 Was geben wir der Jugend zu lesen usw. lungen bilden geradezu den erwünschten Uebergang zwischen dem Märchen- und Robinson-Älter. Sie übersetzen das Prinzip vom endlichen Siege des Guten aus der Sprache des Märchens in die Sprache der Wirklichkeit und zeigen dem Jugendlichen, daß Schuld und Schicksal auch in der Wirklichkeit zusammenhängen. . . . Damit soll nicht einer dick aufgetragenen Moral das Wort geredet werden. Aber wenn Dost in seinem Buche ,,Jugend und Buch“ sagt: ,,Der ewig schaffende Gott der Welt ist nicht immer der liebe und fromme Gott, von dem die geistlichen Lieder singen, sonst wäre die Tragik des Daseins und das Seufzen der gequälten Geschöpfe nicht zu verstehen“, so ist das nicht nur für einen religiösen Menschen, sondern auch für den Pädagogen und Jugendpfleger unverständlich. Wo soll das Kind den Mut und die heitere Unbefangenheit hernehmen, wenn es schon in seiner Jugend mit der Tragik des Daseins und dem Seufzen der gequälten Geschöpfe vertraut gemacht wird? Wie soll es den Sinn und Wert des Lebens erkennen, die Erhöhung des Daseinsgefühls, den Blick in eine höhere und stärkere Welt erleben können, wenn nicht durch Darstellungen, die ihm den endlichen Sieg des Guten gegenüber allen Verlockungen und Schwierigkeiten und Krankheiten bis zur Gewißheit machen? Mit Recht weist Rumpf auf die merkwürdige Tatsache hin, daß die Lektüre dem Kinde gar nicht genug der Verwicklungen, der Kämpfe und Leiden bieten kann, daß es sich aber doch vorher versichert, ob die Geschichte zuletzt wenigstens gut ausgeht und im anderen Falle die ganze Freude an ihr verliert. Eine herb gesunde Verschlingung der Geschehnisse soll die Jugendlektüre geben, aber nicht zum Pessimismus, zur Dekadenz und zum Naturalismus führen. Eine Frage für sich ist die belehrende Jugendliteratur. Gerade in neuerer Zeit plädiert man sehr für sie, während man sie zur Zeit Wolgasts glatt abgelehnt hätte. Auch das ist ein Punkt, in dem wir mit den Jugendschriftenkritikern von heute einig gehen können. Es ist ein Unterschied zwischen

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