Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Nochmals Cheber Ir 21 Bekundung der Teilnahme, also als Sache des 9 כבוד) Man ist doch auch מברה den ׳כהן גדול der gewiß mit Speisen nicht erst versorgt werden mußte, denn gar zahlreiche Freunde würden sie ihm schicken, was also von dieser Sache in M. Sanh. II, 2 gesagt wird, hat nicht den Charakter der ״Vorsorge“, sondern den des Zeremoniells, oder, jüdisch gesprochen, den der מצוה oder des כבוד Ich möchte übrigens die Versorgung der Trauernden mit Speise und Trank, besonders bei der ersten Mahlzeit,10) nicht als ,,Religion^-׳ gesetz“ (S. 251) bezeichnen, wenigstens in jener Zeit nicht, wenn auch natürlich hernach alles codifiziert worden ist. Äuch die Stellen ־[ עולץ עליהן בח״ע>K(Semachoth xil) oder־׳D1 נת)הכל מעלין. XIV) machen nicht den Eindruck des ״Muß“, sondern den der frommen Sitte und des guten Änstandes. Äuch Bar. b. Chull. 94 a לא ילך אדם לבית האבל usw. verrät nur den Ton des Empfehlens, es steht auch nicht אסור לילך usw., wenn auch allerdings zuletzt מותר steht. Vgl. z. B. vier mit לא und dem Verbum beginnende Sätze in Derekh Erez Suta c. 6 und viele ähnliche Sätze in den Spruchsammlungen und מוסר -Büchern, die alle nur עצה טובה sein sollen. In manchen Dingen wird ja ausdrücklich gesagt, daß das oder jenes nur ein Minhag ist (z. B. Bar. b. Sanh. 20 a מקום שנהגו נשים לצאת אחר המיטה usw.), anderswo (z. B. ib. 19a) sieht man noch mehr, daß es דרך ארץ oder Etiquette-Fragen waren, die man regelte, denn wäre אבלים עומדין וכל העם עוברין ein Muß, hätte man es wegen eines Zwistes, der ib. erwähnt wird, nicht so leicht geändert. Der T^-Gesichtspunkt wurde von mir (Jb. 229) u. a. auch aus Älfasi belegt, dennoch bricht sich diese Anschauung schwer Bahn, was zu Mißverständnissen führen muß. Ich will damit speziell auf den Punkt Trauerriten anläßlich des Äblebens einer Frau hinweisen, eine Sache, die zwischen mir und H. die große Kontroverse ausgelöst hat, die auch W. (S. 260^ Änm. 18) ״interessant“ findet und die er seinesteils wieder aufnimmt. Man studiere genau c. 11 von Semachoth und urteile, ob da °) Äuch wir sagen ja: ״Ehrengeschenk“. In talmudischer Zeit waren Speisen als Ehrengeschenke sehr beliebt; vgl. Talmudische Archäologie III, 17 ff. Davon zeugt auch noch der gangbare Ausdruck חתיכה הראויה להתכבד• 10) סעודת הבראה• Auch מניד לאבל שמיסב בראש וכר b. Kethubb. 69 b (vgl. dazu ספר מעשיות ed. Gaster Nr. 230), zeigt deutlich״ daß ein Zeremoniell gegeben wird.