Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nochmals Cheber Ir 13 sehen usw., was dort näher ausgeführt wird; und so mag es tatsächlich an manchen Orten und an manchen;Tagen auch dem cheber ir als Körperschaft ergangen sein. So sehr bedacht auf das praktisch Durchführbare, sieht sich W. gezwungen, etwas aufzugeben, was klar und deutlich in den Quellen steht. Es ist die Rede von Städten, die ganz von Kohanim bewohnt werden.2) Ich benötigte diesen Punkt nur, um für meine ,^höhere“ Synagoge ein Änalogon zu haben. Äher ich habe mich mit der Änführung bloß einer Stelle begnügt (j. Berakhoth V, 5, 9 d Z. 8), obzwar es deren mehrere gibt* und nur in der dazugehörigen Änm. lasse ich merken, daß Ändere mehr darüber zusammengetragen haben. Der Spott W.s ist hier umso ärgerlicher, als er mich völlig unverdient trifft. Doch W. fährt fort (S. 240): ״Es ist dies (die Priestergemeinden nämlich) ebenso sicher, als daß man in talmudischer Zeit mit dem Häutchen eines Schriftrohres geschächtet hat; denn in chullin finden wir doch erwähnt, daß man mit einem solchen schachten darf (3 a)“. In der Sucht, mich zu schlagen, geht hier W. ganz fehl, denn קרומית של קנה ist nicht ,,Häutchen“, sondern Rohrspalte, und warum sollte man damit z. B. ein Täubchen nicht schlachten können? Pils äußeren Beweis der Unrichtigkeit des Vorgehens W.s in diesem Punkte führe ich an, daß H., der sich ja gewissermaßen ebenfalls an jedes meiner Worte anheftet, H., dessen Gründlichkeit such W. sosehr lobt, an der Synagoge von lauter Kohanim nichts auszusetzen hat, er diesem Punkte vielmehr eine eingehende Besprechung widmet und die Forschung weiter führt. Ällerdings, meine Bezeichnung ״höhere Synagoge“ will vorerst auch H. nicht einleuchten. Wahr ist es jedoch, daß H. einmal (S. 5C8) klipp und klar meine Änsicht annimmt, indem er schreibt: ה" ע ist so angesehen, in Wahrheit eine Synagoge höherer Ordnung“. Er umschreibt (S. 59) meinen Gedanken mit ״!ideale Gemeinde“ und verweist auf den Umstand, daß in j. auch die Än- Wesenheit von Frauen und Kindern besprochen wird. Sehr richtig; aber die ״Synagoge“, die Betgemeinde, der Minjan, wird doch nur von Kohanim und nicht von Frauen und Kindern gebildet, und ich bezeichne sie als ״höhere“ (nicht ״ideale“) Synagoge darum, weil die Männer, die sie bilden, in manch religiöser Beziehung sich eigene, verschärfte Satzungen zurecht gemacht haben. Bei den Ko- ־) Ist auch בית הכנסת של לועזות (Synag. Ältertümer S. 177) für W. keine Wirklichkeit? Der Äusäruck ist derselbe!