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Jeschurun · 1929-11-01 · Heft 11-12 (November 1929) · p. Seite 592

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 11-12 (November 1929)
Date
1929-11-01
Page
Seite 592 (sequence 82)
Language
German
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592 Bemerkungen zu einem Äufsatz Dr. Wohlgemuths verweisen, auf den Satz אין מקרא יוצא מידי פשוטו? Geht das doch so weit, daß die Exegeten in der Hnnahme des Wortsinnes der Thora sich sehr oft gegen die Erklärung, aus der die Halacha folgt, entscheiden, z. B. die Erklärung R. Ismaels gegen die des R. Äkiba annehmen. Vgl. die Polemik des Ramban gegen Raschi zu Lev. 17, 2 ומה שכתב רש״י במוקדשין הכתוב מדבר הוא מדרשו של האומר בשר תאוה לא איתסר כלל ועל דעתו נשנית הברייתא שבתוררת כהנים אבל דרך ישוב המקראות על אופניהם ודרך חכמים בהגדות וברוב המקומות כמו שפירשנו• Das vom Verfasser behandelte Beispiel ist m. E. nur eine Illustration des Gesagten. Die Ausführungen über die Geschichtsphilosophie Hirschs sind darum überflüssig; denn es kommt nur darauf an, ob sie in Noas Segen ausgesprochen ist. 2. Ueber das Bildungsprinzip תורה עם ד״א kann hier nicht gehandelt werden. Es war und ist mir selbstverständlich, daß Hirsch nicht auf Grund der Interpretation einer Bibelstelle an dies Prinzip herangeführt wurde. 3. Was die Symbolik der Mizwoth bei Hirsch angeht, so muß ich bedauern, daß dem Verfasser die wichtigen Worte am Schluß des zitierten Satzes entgangen sind. Ich sagte, daß für S. R. Hirsch Mendelssohn das Wesen des Judentums in den Mizwoth erkannte, daß dies verständlich sei, ,,wenn man weiß, wie für H. erstes und letztes seines Systems ist, aus der Symbolik der Mizwoth erst das Wesen des Judentums zu erfassen und auf eine neue Grundlage zu stellen, das Judentum nicht vorgefaßten Ideen an^ zugleichen, sondern aus sich selbst zu erklären/' Damit ist klar gesagt, daß die תורות Grundlagen sind für eine Erklärung aus sich selbst heraus ebenso wie es klar ist, daß das Judentum sein Wesen nur in den Mizwoth erfüllt und es sich nur dadurch vom formal-philosophischen Alonotheismus unterscheidet. Betont muß aber vor allem werden, daß mein Artikel ja von Mendelssohn handelte und die Ausführungen über S. R. Hirsch nur nebenbei liefen und eine erschöpfende Klarlegung ausgeschlossen war. 3. Ueber Hirschs Bedeutung habe ich mich oft genug geäußert. Ich hege die gleiche Verehrung für diesen Großen, wie der Verfasset Verehrung heißt aber in Dingen der Thora nicht Kritiklosigkeit. J. W.

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