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Jeschurun · 1929-11-01 · Heft 11-12 (November 1929) · p. Seite 591

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 11-12 (November 1929)
Date
1929-11-01
Page
Seite 591 (sequence 81)
Language
German
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Bemerkungen zu einem Aufsatz Dr. Wohlgemuths 591 Wesen des Judentums aus klaren, unzweideutigen Ansprüchen von y'^zu erfassen, ohne ein einziges Wort über die symbolische Ausdeutung der מצות fallen zu lassen! Erst im dreizehnten Briefe, nachdem bereits alle Grundwahrheiten, worauf nach H. das Wesen des Judentums erbaut ist, erschöpfend dargelegt worden sind, beginnt H. von der Kategorie der symbolischen ׳מצות von ihm עדות genannt, zu sprechen. Aber auch jetzt nicht etwa zu dem Zwecke, um ,,aus der Symbolik der מצות erst das Wesen des Judentums zu erfassen, wie Wohlgemuth meint, sondern gerade im Gegenteil, um in der Symbolik der ׳עדות in der Symbolspräche dieser spezifischen, symbolischen מצות ein Vehikel für die bereits früher aus תי״ך gewonnenen ״Lebens-Grundwahrheiten“, also ,,das Wesen des Judentums“ zu haben. Man lese einmal die einleitenden Worte des 13. Briefes über die "׳״עדות um von der Richtigkeit unserer Auffassung überzeugt zu werden. — Das Wesen des Judentums, oder nach H. ״die Lebens-Grundwahrheiten des Judentums“ sind nach demselben aus den von ihm "תידדת" genannten klaren, eindeutigen Aussprüchen der Thora zu erschließen (11. Brief, Anfang.-Chaurew, § 1—139). Dies sind zusammengedrängt unsere wesentlichsten Ein- Wendungen gegen die Ausführungen Wohlgemuts. Wir glauben, daß schon diese Einwendungen hinreichen, um die Notwendigkeit zu erweisen, bei der kritischen Beurteilung der Schriften jenes Mannes,} von dem doch schließlich auch W. feststellen muß, daß ״er auch jetzt noch in seinen Schriften lebt und immer von neuem Seelen schafft für das thoratreue Judentum usw.“ — etwas mehr Bedachtsamkeit walten zu lassen. Erwiderung. Zu den Bemerkungen des gesch. Rabb. F. habe ich in aller Kürze Folgendes zu sagen: 1. Es geht aus meinen Worten (S. 335 ff.) klar hervor, wie ich über das Subjektive 1n der Methode S. R. Hirschs und das ״Nicht Genügende“ im Philologischen denke. Subjektiv muß immer jede Auslegung sein, in hohem Grade objektiv (totale Objektivität ist dem menschlichen Geiste fast immer unerreichbar) muß die Klarstellung des Wortsinnes sein. Die klassischen Kommentare des Mittelalters zeigen diesen Unterschied zur Genüge. In diesem Sinne objektiv bleibt uns Menschen im Verständnis des Tenach nur der Sinn, der der überwiegenden Mehrheit unserer führenden jüdischen Geister als Pschat sich darstellt. Brauche ich hier auf den elementaren Unterschied von Pschat und Drasch zu

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