Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1929)
- Date
- 1929-09-01
- Page
- Seite 510 (sequence 88)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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510 Bücherbesprechungen neueste Zeit ziemlich schwankend war, daß schließlich der Satzakzent nicht festgelegt war, ebensowenig wie wir heute einen einheitlichen Satzakzent haben. In den bisherigen Arbeiter! über die Akzente hat man ferner garnicht berücksichtigt, daß auch andere Gesichtspunkte als die oben angeführten bei der Akzentuation mit eingewirkt haben. Ich verweise bloß auf die Verwendung von Akzentzeichen als Hilfsmittel der zählenden A\assora (vgl. Grätz in FrankeFs MGWJ 34, 1885 S. 98 ff.). Zum Schluß möchte ich nur noch folgendes bemerken. S. 18, A. 2 heißt es: ״Die Massora gibt in jedem Falle an, ob es sich um ein Legarmeh . . . handelt.“ Damit verhält es sich in Wirklichkeit so, daß nur eine bestimmte Gruppe von Handschriften Legarmeh in der Massora angibt. Die meisten anderen geben es nicht an, und nur jüngere Handschriften und Drucke, die eine Kompilation aufweisen, tuen es, aber nicht regelmäßig. Wir haben hier also ein Kriterium, das sehr wichtig ist bei einer Klassifizierung der hebräischen Bibeihandschriften. Ueber diese Hand- Schriftengruppe ausführlicher bei anderer Gelegenheit. R. E d e 1 m a n n - Bonn. Ed. Biber! eld Beiträge zur ^Methodologie der halachischen Pentateuchexegese Heft 1: a) Einleitung b) Der Mischma (המשמע) Selbstverlag: Dr. Biberfeld Heidereutergasse 4 Berlin 1928. Verfasser, der in einer Reihe von Abhandlungen im ,Jahrburch der jüdisch-literarischen Gesellschaft“ sich schon mehrfach mit der Methodologie der halachischen Pentateuchexegese beschäftigt hat, will jetzt in einem größeren Zusammenhänge die Grenzen zwischen Pschat und Drasch abstecken. In dem ersten Heft, das nun vorliegt, sucht er den Nachweis zu führen, daß es neben Pschat und Drasch noch einen selbständigen Faktor in der halachischen Exegese gibt: den ׳משמע Schon die Wendung פשוטו כמשמעו spreche dafür, daß es sich um zwei völlig von einander verschiedene Formen handelt. Auch das ממשמע שנאמר wobei mim/schma und nicht wie üblich mimaschma zu lesen ist, erhält hierdurch seine Aufhellung. In gleicher Weise auch das משמעות דורשין איכא בינייהו An einer Fülle von Beispielen wird der Nachweis erbracht, daß es sich beim Mischma stets um den ursprünglichsten Wortsinn handelt, der noch durchaus subjektiv ist. Daraus ergeben sich bald Differenzen zwisehen den verschiedenen Gesetzeslehrern in der Auslegung eines Textes, bald Inkongruenzen zwischen dem landläufigen Mischma