Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1929)
- Date
- 1929-09-01
- Page
- Seite 504 (sequence 82)
- Language
- German
- Belongs to
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504 Bücherbesprechungen Bücherbesprechungen. הנאמן• ירחון חרדי מוקדש לדור הצעיר• חוברת זכרון לשם הרב ר׳ אברהם .(Litauen) Telsiai אליהו קפלן זצ״ל• אייר—סיון תרפ״ט Fünf Jahre sind seit dem Heimgange Rabb. Kaplans ז״ל vergangen, ÄnlaB genug, dieses großen Juden zu gedenken, der uns in der Blüte der Jahre entrissen wurde. Bevor der ,,Jeschurun“ sich anschickt, im Änschluß an die Veröffentlichung der Gedenknummer der in Litauen erscheinenden Monatsschrift ״Hannemon“ kurze Worte des Gedenkens seinem verdienten und über alles verehrten Mitarbeiter ׳ז״ל zu widmen, ist er leider gezwungen^ über einige Ungehörigkeiten der Redaktion des ״Hannemon“ Klage zu führen. Ein großer Teil der Gedenknummer wird durch die Veröffentiichungen Rabb. Kaplans ז״ל die seinerzeit im hebräischen. Teil des ״Jeschurun“ erschienen, bestritten, darunter vor allem durch die Ärbeit über den Plan eines Talmudkommentars. Eine Bitte um Erlaubnis für den Äbdruck ist bei der Redaktion des ״Jeschurun“ nicht eingelaufen. Auch sind die Quellenhinweise undeutlich. Mit dem Gedenken ist es eine eigene Sache. Man kann in Wort oder Schrift die Erinnerung an vergangene Größe lebendig werden lassen, um den Toten der Vergessenheit zu entreißen, man kann als eigentlichen Sinn dieses Tuns auch nur das Interesse der Lebenden bezeichnen, die sich durch Erinnerung an Vergangenes für die Gegenwart kräftigen wollen. Jedenfalls wird es großer Vorsicht und starker Einfühlung in den Geist jener Person, die nun in einer anderen Welt lebt und in dieser ihr Recht nicht mehr wahren kann, bedürfen, soll das Gedenken wahrhaft sein. Sieht man sich die Gedenknummer des ,,Hannemon“ durch, so muß es auch demjenigen, der nicht das Glück hatte״ Rabb. Kaplan ז״ל zu kennen, scheinen, es habe an jener Vorsicht und Rücksicht gemangelt. Diese Fülle der Nachrufe, diese Häufung von rühmenden, oft beinahe apotheosenartigen Beteuerungen in aller Oeffentlichkeit kann nicht im Sinne eines Mannes liegen, der ein Großer war. Die Einführung zu Beginn des Heftes behauptet, diese Veröffentlichung erscheine למעננו* Wohl! Sollte man jedoch selbst geneigt sein, sozusagen einem solchen Verzicht der dahingegangenen Persönlichkeit auf ihr Eigenrecht zuzustimmen im Interesse der Gemeinschaft der Lebenden, so dürften dennoch berechtigte Zweifel laut werden, ob die Fülle der Nachrufe (eine Würdigung von großen Gesichtspunkten fehlt trotz allem) das Ziel erreicht oder nicht