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Jeschurun · 1929-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1929) · p. Seite 379

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 379 (sequence 61)
Language
German
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Die Unsterblichkeitslehre im Pentateuch 379 war darum auch nicht in der Lage Opfer darzubringen. Erst nachdem er die in der Tora vorgeschriebene Reinigung voll׳- zogen hatte, konnte er seinen priesierlichen Funktionen wieder obliegen. Damit war der Ausübung des ägyptischen Toten- Kultus und der Mitwirkung der Priester bei demselben ein gewattiger Riegel vorgeschoben. Schon die Talmudweisen empfanden es, daß die Verunreinigung an einem Toten und die danach vorgeschriebe ne Reinigung, an und für sich betrachtet, eine höchst auffallende Satzung sei, die sich vor dem rationellen Denken kaum zu rechtfertigen vermöge. So berichtet uns der Midrasch Rabba, Bamidbar 19, daß einst die Schüler des Rabbi Jochanan ben Sakkai diesen nach dem Grunde jener geheimnisvollen An- Ordnung fragten und daß er ihnen darauf erwiderte: הייכם לא המת מטמא ולא המיס מטהרין אלא אמר הקב״ה חקה חקקתי גזירת גזרתי אי אתה רשאי לעבור על גזרתי דכתיב זאת חוקת התורה ,Bei Euerem Leben! Nicht der Tote verunreinigt und nicht das Wasser macht wieder rein! Es liegt hier eine von Gott gegebene Satzung vor, die wir zu befolgen haben/‘ Er wollte damit sagen, daß diese Unreinheit und diese Verunreinigung nicht etwas in der Wirklichkeit Vorhandenes, sondern nur etwas Fiktives, etwas Gedankliches sei, was die Beziehungen des Verunreinigten zur Umwelt und damit auch die Beziehungen der Priester zu ihren priesterlichen Obliegenheiten zu ordnen habe. Und nicht wirksamer hätte die Tora dem ägyptischen Totenkultus entgegen arbeiten können als durch die von ihr gegebenen Anordnungen und Vorschriften, die es dem Priester unmöglich machten, sich einem Toten zu nähern und Totenopfer darzubringen. Auch das Volk wurde durch sie dem Einfluß des Totenkultus entzogen. So werden wir mit der Annahme nicht allzu weit fehl gehen, wenn wir in der Absicht, den ägyptischen Totenkultus und damit den ganzen grobsinnlichen ägyptischen Götzendienst von Israel fernzuhalten, den Grund dafür sehen, daß

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