Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 347 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Die göttlichen Attribute 347 Daher ist diese Huldigung durch die wunderbare Erhaltung Israels ,,unter siebenzig Nationen“, völlig gerechtfertigt. Ja, es ist geradezu bezeichnend, daß der Zusammenhang, in dem jener grundlegende Satz vorkommt, der die Gottesfurcht mit der Heiligkeit in Beziehung setzt, ganz auf die Erklärung hindeutet ,welche die Männer der großen Synode für נורא gaben: (Ps. 68, 35) ״הנועז לאלקיס על ישראל גאותו ועזר בשחקים גורא אלקים ממקדשיך אל ישראל הוא ביתן עז והעצמות לעם ברוך אלקים"" Gebet Gott die Macht, dessen Hoheit über Israel und dessen Macht in den Wolken, gefürchtet bist du, Gott, durch deine Heiligiürner, der Gott Israels, er verleiht dem Volke Macht und Erstarker!, gesegnet sei Gott!“ Während nun in den bisherigen Beispielen die ׳קדושה welche die Gottesfurcht erweckt, in dem übernatürlichen Weltgeschehen oder in ihrer Verkörperung im Heiligtum zum Vorschein trat, ist nunmehr eine andere Wesensäußerung der göttliehen Heiligkeit zu betrachten, um derentwillen Gott ebenfalls als נורא bezeichnet wird. Ihr Bereich ist das ־weite Gebiet des sittlichen Lebens. Was aber die göttliche Heiligkeit für die physische Natur bedeutete, nämlich Erhabenheit und Freiheit über ihre Gesetze — das bedeutet sie im Grunde auch für die sittliche Weltordnung, nämlich Erhabenheit und Freiheit von Vorurteilen wie von Voreingenommenheiten. Heiligkeit heißt hier Unsterblichkeit, Unparieiischkeit, absolute und unfehlbare Gerechtigkeit. Diese Eigenschaften sind es denn auch, die im Menschen die Gottesfurcht erwecken. Abermals ist es der Satz: ׳:ירא אלקים ממקדשיך aus dem diese Zusammenhänge, die an sich psychologischer Natur sind, begrifflich abgeleitet werden. Im Namen von R. Jochanan wurde gelehrt (Sebachim 115 b): ,,Lies nicht ׳ממקדשיך sondern ׳ממקודשיך gefürchtet wirst du, Gott, nicht durch deine Heiligtümer, sondem durch deine Geheiligten, wenn Gott Strafgerichte an seinen Geheiligten übt, dann wird er gefürchtet und erhoben und berühmt.“ Hierzu erklärt Raschi: אלקים ist מדת הדין das Rechtsprinzip. Wann ist er נורא? wenn er an den Geheiligten Strafgerichte übt.“ Es wird also als Grund der Gottes-