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Jeschurun · 1929-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1929) · p. Seite 277

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 277 (sequence 59)
Language
German
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Gedol habajith 277 durch einen Nichtjuden erfahren und dann heimgekehrt den älteren Bruder schon mit den ns:np~Gebräuchen beschäftigt vorgefunden hat, — also ein Spezialfall des דין גדול הביו־־ז; 2) die Totenbekleidung einer im Wochenbett verstorbenen Frau; 3) die Vorschrift über das Tragen am Sabbath für Häuser, die zueinander und zu einem gemeinsamen Hofe geöffnet sind. Die letztere Frage erscheint bloß nach dem bekannten Prinzip כדי לסיים בדבר טוב angefügt, um nicht mit Todesgedanken, sondern mit für das Leben geltenden Vorschriften zu schließen. Diese Vermutung liegt nahe, weil sonst der Zusammenhang unbegreiflich bleibt. 1. Die erste und kürzeste Antwort erteilt R. Jizchak Berechja. Er fertigt als Einziger gar kein Gutachten aus, sondern gibt seine Entscheidung mit maimonidischer Kürze. Zu 1) entscheidet er nach R. Assi erschwerend, der Bruder müsse die שבעה selber 7tägig begehen; doch sei rechtzeitige Benachrichtigung Pflicht, damit er nicht in diese Lage komme und an einem Sabbath die דברים שבצנעא einer Trauer halte. Zu 2) untersagt er die Tahara und entscheidet auch sonst nach dem allgemeinen Gebrauch und zu 3) enthält er sich wegen der Kürze und Ungenauigkeit der Anfrage der Entscheidung. Das Ganze erledigt er auf 9 Zeilen. Das ist umsoweniger zu verwundern, als er von Girondi תולדות גדולי ישראל S. 141 geradezu als Sprachkünstler und als Verfasser mehrerer im Machsor Ferara 1693 publizierten Piutim auf geführt ist. Desgleichen war er Kabbalist und Chaßid sowie Verfasser homiletischer Werke; er war Schüler und Schwiegersohn von de Rossi und amtierte in Logo. — Aus seinen Altersjahren (Sommer 1750) besitze ich ein von ihm geschriebenes Dokument über Erteilung des ^n-Titels an einen Gelehrten גבריאל; in diesem Schreiben, das er gemeinsam mit Elia, Sohn des Refael Schelomo Levi (Gir. S. 13) in Alessandria (Schüler des Pachad Jizchak) ausstellte, überbieten sich die Aussteller in Ausdrücken der Bewunderung für den so geehrten Gabriel. Der Styl dieses Dokuments ist der denkbar größte Kontrast zu dem des Responsums in obenerwähnter Sammlung; im

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