Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 249 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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? חבר עיר Was ist 249 Lösung ist innerlich und äußerlich für unsere Frage unbrauchbar. Es ist dieses ein ganz objektives Urteil; der Wert seiner zahlreichen, nebenherlaufenden gelehrten Untersuchungen soll damit nicht bestritten werden. Vielleicht aber wird er nun doch sein hartes Urteil gegen unsere alten Talmuderklärer, denen er wiederholt Verständnislosigkeit in unserer Frage vorwirft, nachprüfen. Was diesbezüglich zu sagen ist, ist schon durch Horovitz erfolgt, dessen Lösungsversuch wir uns nun jetzt zuwenden wollen. Wir können uns hier kurz fassen, indem wir den Leser ersuchen, sich selbst in die lehrreichen, gründlichen und von ernstem Forschergeist beseelten Gedankengänge Horovitz’s in seinen beiden eingangs erwähnten Abhandlungen zu vertiefen. H. erkennt in dem cheber ir im allgemeinen eine in sich geschlossene Korporation, allerdings diese nicht einheitlich umschreibend, als Gemeindeverband (ein etwas unklarer Ausdruck) oder als die Gesamtheit der Gemeinde selbst oder auch als ein minjan. An zwei Stellen aber ist es unumgänglich nötig, in dem cheber ir eine Einzelperson zu erkennen. Mag man auch die Folgerichtigkeit dieses seines Untersuchungsergebnisses aufgrund seiner gelehrten Untersuchungen anerkennen, so muß doch von vorneherein diese Erklärung als unwahrscheinlich, ja als unmöglich angesehen werden. Ein solch feststehender Ausdruck läßt bei der Gewißheit, mit der an allen in Betracht kommenden talmudischen Stellen vorausgesetzt wird, daß die Institution des חבר עיר allbekannt sei, nicht zugeben, daß wir es hier mit einem schwankenden Begriff zu tun haben; er muß unbedingt eindeutig sein. Zum Schlüsse (Jb. S. 308) gerät H. in den Wellenschlag der Krausschen Beweisführung und konstruiert ein Phantasiegebilde, für dessen Richtigkeit weder ein Gegenbeweis noch ein faktischer Beweis erbracht werden kann. Wenn wir es nunmehr versuchen wollen, eine Erklärung zu finden, deren Inhalt u. E. alle Schwierigkeiten beseitigt, so schicken wir voraus, daß wir allen. literarischen Ballast, der sich im Laufe der Jahrhunderte um «den in Frage stehenden