Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 159 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2292929-2293065-2293067--10374-2303669- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Geistige Kämpfe um Lebensfragen usw. 159 barten, octer nur vorübergehend sich da aufhaltenden, fremden Rabbiner?“ Äub und Löwi: Die unter 19 aufgeführten Funktionen. Einem Rabbiner soll die Vornahme von kirchlichen Verrichtungen für Nichtangehörige seines Sprengels nur alsdann gestattet sein, wenn vom Rabbiner der betreffenden Kultusgemeinde die schriftliche Ermächtigung beigebracht ist. M. Rosenbaum: Die sub 20 bezeichnete Funktion könne nur dem Rabbiner der Kultusgemeinde ausschließlich zustehen, und zwar umsomehr, als nicht jeder, der den Namen ״Rabbiner“ führt, nach jüdischen Lehrbegriffen wirklich Rabbiner ist, und jede von ihm ausgehende Verletzung der Gesetze eine Einschreitung gegen denselben auch von einem anderweitigen Rabbiner veranlassen kann; ebenso Ä., S. B. B., F., G., S. und GtL Hieran schloß sich die Frage, welche Autorität für die Anerkennung eines Rabbiners maßgebend sei in folgender Fassung: 22. ״Durch wessen Autorität wird ein Rabbiner als solcher anerkannt?“ Aub und Löwi: Durch die Autorität eines anderen amtierenden Rabbiners, indem dem Kandidaten in einer schriftlichen Autorisation — Morenu — die religiöse Qualifikation und Befugnis zur Uebernahme eines Rabbineramts erteilt und bezeugt wird, sodann durch die Berufung einer israelitischen Gemeinde und die ׳Bestätigung durch die Staatsregierung. G., Gr. u. S. im wesentlichen ebenso. Rosenbaum: Die Autorität geben eigentlich die sub 19 bestimmten Eigenschaften, es wurde jedoch durch den Drang der Umstände Observanz, daß ein als strengtens sittlich und religiös lebender und besonders hochgebildeter Talmudist allgemein bekannter Mann diese Aurität erteile. Die Erteilung der Approbation von einem selbst mangelhaften Subjekt hat keinerlei Folgen. Ebenso A., S. B. B. und F. Auch die Frage der Stellung zu einem Oberrabbinat und einer Sgnode wurde aufgeworfen.