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Jeschurun · 1929-03-01 · Heft 3-4 (März 1929) · p. Seite 156

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 3-4 (März 1929)
Date
1929-03-01
Page
Seite 156 (sequence 50)
Language
German
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156 Geistige Kämpfe um Lebensfragen usw. den der Staatsregierung gegenüber zu vertreten hat. Im entgegengesetzten Fall aber, würde hieraus viel Unheil für die rechtgläubiger! Gemeinden entspringen.44 Dr. Adler: Es wäre wünschenswert, daß die Kultusgemeinden, welche einem Rabbinats-Distrikt angehören, nur eine Kultusgemeinde bilden; ebenso S. B. B. Feuchtwang hielt es für am zweckmäßigsten, wenn fernerhin jede Sgnagogengemeinde ihre selbständige Vertretung beibehält. Nur bei Gegenständen religiöser Natur möchte eine Vertretung durch das Rabbinat wünschenswert sein. Seligmmann hält die Nachteile einer solchen Vereinigung über die Vorteile für überwiegend. Grünebaum schlug die badische Organisation vor. Guggenheimer hielt die selbständige Vertretung der einzelnen Gemeinden für das Bessere, ohne eine Verbindung zu gewissen Zwecken auszuschließen. Von größter Bedeutung war die Frage nach der Art der Qualifikation der Religionslehrer, denen die jüdische Er- Ziehung der Jugend in den Gemeinden anvertraut war. 18. ״Welche Anforderungen sind an einen israelitischen Religionslehrer, den jede Synagogengemeinde halten muß, zu stellen?“ Aub und Löwi forderten: Neben allgemeiner Seminarbildung genaue Kenntnis der mosaischen Religionslehre, der biblischen und jüdischen Geschichte, der hebräischen Grammatik und Fertigkeit in der Uebersetzung der Bibel und der Gebete. Außerdem selbstverständlich in sittlicher und religiöser Beziehung einwandfreie Führung. Ist er auch Vorsänger, so muß er auch eine tüchtige musikalische Ausbildung besitzen. M. Rosenbaum: Vor allem ein musterhaftes sittliches Betragen, strenge Rechtgläubigkeit und pünktliche Vollziehung der bestehenden Religionsvorschriften in seinem Privatleben, Kenntnis der jüdischen Literatur der Bibel in der Originalspräche mit Kommentar Raschi, gründliche Kenntnis der Mischna, einiges Wissen im Talmud und Liebe zu seinem Beruf. Die übrigen Rabbiner im wesentlichen wie Rosenbaum.

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