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Jeschurun · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 106 (sequence 108)
Language
German
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106 Bücherbesprechungeri nis der Wiederherstellung des Kirchenstaates, dessen wir Zeugen* sind, zu hören, — die Äusführungen im Ärtikel Fascismus dieses Bandes in seinen Beziehungen zum Papste muten uns schon jetzt antiquiert an. Das ist ein Fehler, der nicht zu vermeiden ist, Wohl aber ist zu überlegen, ob nicht in höherem Maße jüngere Kräfte herangezogen werden sollten statt der alten berühmten Äutoren, die aber in ihren Vorurteilen befangen sind. Sie haben die neu erschienenen Schriften gelesen und berücksichtigt, aber sie können nun einmal nicht aus ihrer Haut heraus. Uns interessiert naturgemäß nur die Würdigung des Judentums. Es ist als ob ein Herford, ein Moore nicht geschrieben hätten. Wir bringen einfach Zitate: Unter ״Erstlinge“ (Sp. 294): ״Dabei hat aber die Erstlingsabgabe im Laufe der Zeit eine Wandlung durchgemacht. Von Haus aus, wie besonders schön die dabei zu haltende Liturgie Dt. 26,1 ff. zeigt eine opferartige Darbringung, ist sie zuletzt zu einer einfachen Steuer an den Priester geworden“ (Dazu vergl. man die Wirklichkeit, wie sie in der Schilderung der Darbringung der Erstlingsfrüchte Mischna Bikkurim III 1—8 gegeben). ״Familie“ (509): Im Ä. T. ist die Familie Selbstzweck, im N. T. Organ des Gottesreichs“. ,JFrau“ (719): ״allen ist im Sabbathgebot Ruhe geboten, nur der Frau nicht“ (Und diese Unsinnigkeit Friedrich Delitzsch’ wird in diesem vornehmen Werke nachgeschrieben! Danach steht die Frau im Ä. T. noch unter dem Tier, für das bekanntlich Ruhe geboten ist! Änstatt die natürliche Äntwort sich zu geben, daß die Frau nicht auf gezählt zu werden brauchte, da die Gebote sich ja an die Männer und Frauen in gleicher Weise richten und unter אתה die Frau mitangeredet ist). — ״Gericht und Gerichtsverfassung in Israel“ (Sp. 1053): ,^der Krebsschaden (von uns gesperrt) alles israelitischen Gerichtswesens, die Mündlichkeit der Rechts״ pflege in der Rechtsgemeinde aller Bürger mit all* ihrer Äbhängigkeit und begreiflichen Unfähigkeit, interesselos der Idee des Rechts, zu dienen.“ — ״Gesetz im Ä. T.“ (Sp. 127) ״aus dem ׳N. T. ist!diese mechanische (von uns gesperrt) Ärt der Frömmigkeit hinlänglich bekannt“. — ״Glaube im Ä. T.“ (Sp. 1201): ״wenn das Ä. T. auch noch keine völlig befriedigende Losung der hier in Rede stehenden Frage gefunden hat...“ (״persönliches Vertrauen zhxm persönlich erlebten Gott“). — ״Gottesglaube in Israel“ (Sp 1369): ,^solchem Glauben kann nicht freudige Begeisterung ant״ Worten, sondern nur demütiger Knechtsdienst des Menschen, der nicht fragt ״warum“ sondern gehorcht“. — ״Hoffnung im Ä. T.“ :(Sp. 1979): ״zunächst ist festzustellen, daß es sich in den meisten Fällen um ein ausgesprochen egoistisches Moment in der Frömmig״ keit handelt“.

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