Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 98)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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96 Zur Midrasch- und Palästinaforschung ihre Nachbarorte.20) Auch das im Osten des Hermons gelegene e 1 - ‘A r n i 21) beim gleichnamigen Bach dürfte zu diesen gehört haben. Das letztere dürfte jenes ארבי (Var. ראבי) sein, dessen Sgkomore-Aschera einmal genannt ist. Unsere Texte sagen zwar, es liege בכרמל (am Karmel), jedoch darf dieses Wort wohl sicher als aus בחרמון ,,am Hermon“ entstanden angesehen werden.22) Der Karmel war jüdisch, genau so wie Untergaliläa. Dort wird man in mischnischer Zeit keine Äscherabäume gezeigt haben, wohl aber am Hermon, wo es eine Reihe von heidnischen Kultstätten gab. Die Bevölkerung dieser Grenzorte war nämlich nicht rein jüdisch.23) Ob das Kidduschin 72 a genannte Be Ram, mit dessen Familien sich Vornehme aus Pumbadita verschwägerten, gleichfalls mit dem palästinischen Be Ram identisch sei, wie es Rabbenu Tarn annehmen möchte, vermag ich nicht zu entscheiden. Aber eher dürfte es sich um eine babylonische Stadt handeln, ebenso auch an jener Stelle, wo die Palmen van Be-Ram genannt werden (Äboda z. 57 a), da in dem hochgelegenen palästinischen Orte es kaum Palmen geben dürfte. 20) S. meine Nachweise in Wohlgemut!! — Jüd. Studien, 101 f. 21) Robinson a. a. O., 553; B ä d e k e r , 321; 256: Ruinen eines Tempels. 22) Tosefta Äboda zara VI (VII) 8 (470, 8)*♦*♦שלש אשרות בא״י.״ שקמה שבראני ושבכרמל L ö w bei Goldmann, La Figue en Palestine, 45 weist auf die Variante ארבי hin; Dalman, Orte und Wege Jesu3, llof. will שבראשו שלכרמל lesen, damit nicht vier Äscheren aufgeführt werden. Doch ist die Korrektur שבראשו nicht statthaft. Vielmehr ist das ו vor שבכרמל (entstanden durch Dittographie des י von שבראבי) zu streichen und ׳שבכרמל wie im Text angegeben, zu ändern. Unrichtig ist die Sache von mir dargestellt worden in Luncz, ירושלים x, 142 Änm.!;מאמרים שוגים לחקירת 40 ׳א״י. 23) S. die Änm. 20 angeführte Arbeit; ferner die demnächst erscheinende Arbeit über ,,das talmudische Grenzverzeichnis Palästinas“ (Pal. Stud. II, Heft 1), S. 41 f., 44.