Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 89)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
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Zur Midrasch- und Palästinaforschung 87 von Baara genau kannte und aus ihrem Dialekt manch wertvollen Schatz mitteilt.1) Mit der von Eusebius bezeugten Tatsache, daß Araber in jener Gegend hausten, (Änm. 1) hängt wohl auch die merkwürdige Deutung R. Levis zusammen, die man Gen. R. 41 (42) § 4 (Theodor 409, 1) liest: der Gen. 14, 1 genannte König von גרים sei ursprünglich der (Stadt-)König von Baara gewesen, den man aus der Fremde (nach Babylonien) holte. Freilich muß dieser Satz aus dem überaus korrumpierten Text erst erschlossen werden. Die Stelle lautet in der Ausgabe von Theodor: אתר הוא המן מצטווה ברומי ובטלו אדם אחד והמליכוהו עליהן♦ In dem Raschi zugeschriebenen Kommentar (vgl. auch Matnat Kehuna) wird der Text so angeführt: ׳אתר הוא תמן ברומי מצטווה גוים Dies wird auch von zwei Handschriften geboten, und so wird die Stelle auch im Raschi-Kommentar zum Pentateuch aufgefaßt: es gab einen Ort Namens Gojim; der dort von den Völkern eingesetzte König hieß תדעל♦ Wo lag nun dieser Ort? Sollte dieser in Rom gelegen haben, wie unser Text anzugeben scheint? Tatsächlich meint ein Aggadist in einem auf die Worte R. Levis folgenden Satze: ותדעל מלך גוים זו מלכות שהיא מכתבת טירוגיה2) מכל אומות העולם jene Worte der Erzählung bezögen sich auf die römische Herrschaft, die ihre Soldaten aus allen Nationen der Welt (~ גוים) aushebt. Aber gerade diese anonyme Deutung, die sich im Gegensatz zu R. Levi stellt, beweist, daß R. Levi nicht an Rom gedacht hat. Woher stammt also das fragliche Wort (רב׳ומי Vr. מרומאי׳ ברומאי׳ ברומא)? — Die Antwort ist im Targum x) Euseb. Onom. 44,21 ff. bestimmt die Lage von Baal Maon (Num. 32,38) durch die von Baaru in Ärabia (rfjg *Aoccßi'ag; Hieronymus 45,26: in Ärabia). Die ״arabischen“ Vocabeln wird R. Levi in dieser Gegend gehört haben. Zu diesen vgl. Bacher, Ägada der pal. Ämoräer II, 303 f.; Kraus s, ZDMG 70 (1916), 338 ff. Er kannte auch die Sitten der Araber (Bacher a. a. O. und 342; Horowitz in Eschkol-Encyclopaedia II, 58ff.). 2) — tironia, tyronia.