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Jeschurun · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 83

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 83 (sequence 85)
Language
German
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Zur Midrasch- und Palästinaforschung 83 welche einerseits als Beleg dafür dient, daß die Gedulah in dem Schöpfertum Gottes bestehe (Berachoth 58a), während sie m andererseits in dem Gebetstück אמת ואמונה — wohl im Sinne der an jener Talmudstelle kundgegebenen Auffassung des R. Äkiba — in klarem Zusammenhang mit der Wundertat der Spaltung des Schilfmeeres gebracht wird. Solchermaßen findet endlich auch das Bekenntnis des Jithro seine Begründung: ״Nun weiß ich, daß der Ewige großer ist, als alle Götter, denn mit dem, wodurch sie frevelten, kam er über sie. ״ di. B. M. 18, 11). Was also den heidnischen Priester zur Erkenntnis der Größe Gottes führte, war der Umstand, daß Gott alle Elemente der Natur frei beherrscht, wodurch er die Äegypter mit Maß gegen Maß strafen konnte. Zusammenfassend sei also festgestellt, daß die göttliche Gedulah sich immer dann offenbart, wenn Gott in freier Herrschaff über starre Gesetzmäßigkeit sich als gütige Vorsehung der Menschheit erweist, oder als die Schöpferallmacht Wundertaten vollbringt. Mit dieser Begriffsbestimmung, die den einheitlichen Gesichtspunkt zur Erklärung aller Stellen, an denen Gedulah vorkommt, aufzeigt, erscheint das erste der zu behandelnden Attribute als erschöpfend erklärt. (Fortsetzung folgt.) Zur Midrasch- und Palästinaforschung- Von S. Klein. מערה - בערה.1 Bccccqccq Ber. Rabba 76 § 5 (cd. Theodor-Älbeck 901) werden zu Gen. 32,11 zwei Äggadot gebracht. Die erste stammt von R. Jochanan, der den wunderbaren Uebergang Israels über den Jarden (Jos. 3) dem Verdienste des Stammvaters Jakob zuschreibt. Er bezieht den Satz in Gen. 32,11: ״denn mit meinem Stab zog ich über den Jarden“ nicht nur auf den Stammvater sondern auch auf Israel, wie er andererseits in Jos. 4,22,

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