Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 74

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 74 (sequence 76)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2293065-2293066--10286-2303580
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

74 Die göttlichen Attribute Ableitung des Talmuds (Rosch Haschono 32a) erst recht würdigen kann: ,,מנין שאומרים קדושה שנאמר הבדלה׳ כבודשמר Woraus ist zu entnehmen, daß man Keduschah sprechen soll? aus dem Schriftvers: Spendet Gott seines Namens Ehre“. (Ps. 29, 2, vgl. Raschi zur Stelle). So läßt auch Gott Moses sprechen (III. B. M. 10, 3): ״Durch die, die mir nahestehen, werde ich geheiligt und vor dem Angesicht des ganzen Volkes geehrt.“ Man findet überhaupt in vielen, späterhin noch zu würdigenden Aussprüchen des Midrasch und der Schrifterklärer den Gedanken entwickelt, daß Gott seinen Namen ״groß“ und ״ehrenvoll“ und ״heilig“ macht, indem er sich, nötigenfalls durch Züchtigung der Gottlosen, Anerkennung erringt. Hiernach sind solche Wendungen wie Ezechiel 38, 23: ״Und ich erweise mich groß und heilig und werde erkannt werden vor den Augen vieler Völker, und sie werden erkennen, daß ich der Ewige bin“, — oder in Psalmen 76, 2: ״Bekannt ist der Ewige in Juda, in Israel ist sein Name groß“, — solche Wendungen sind nun auch mit besonderer Berücksichtigung des Zusammenhanges, in dem sie Vorkommen, vollkommen klar gestellt. Ueber die Mittel, die Gott anwendet, um ״sich groß und heilig zu machen“, wird an späterer Stelle, bei der Ausführung des Attributes נורא noch Mehreres zu sagen sein. Es ist aber bereits so viel schon ersichtlich, daß, wenn auch mitunter גדול in direkter Beziehung auf Gott gebraucht wird, tatsächlich nichts anderes gemeint ist, als daß Gottes Name groß ist, bezw. werden soll. Das beweist u. a. auch die zitierte Stelle aus Ezechiel: דהתגדלתי והתקדשתי, die in der Übertragung am Anfang des Kaddisch den veränderten Wortlaut hat :יתגדל ויתקדש ״ שמה דבאes werde groß und heilig der große Name“7) 7) Es ergibt sich weiterhin, daß wo Gott in der Geschichte seine Gedulah durch besondere Taten offenbart hat, er sich eben hierdurch seine allgemeine Änerkennung als מלך erwarb. Das Offenbaren der Gedulah, die in landläufiger Vorstellung ״Hoheit“ ist, führt zur Änerkennung des מלכות, des Königtums. Daher z. B. im Kaddisch- Gebet: יתגדל ויתקדש שמה רבא- וימליך מלכותיה ,(vgl. ferner: ז3ל הכל

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.