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Jeschurun · 1929-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1929) · p. Seite 69

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 69 (sequence 71)
Language
German
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Die göttlichen Attribute 69 Äus gleichem Grund hebt wohl auch im Olenu-Gebet unsere Gotteshuldigung mit den Worten an: ״Uns liegt es ob, den Herrn des Alls zu preisen, Größe zu zollen dem Bildner des Anfangs, “לתת גדולה ליוצר בראשית Und ähnlich im Morgengebet des Sabbat: ,,Lob, Preis und Größe zollen sie Gott, König, Bildner des Alls, שבח יקר וגדולה יתנו ל*> מלך יצר כל“. Mit der Festlegung des Begriffes Gedulah auf die aus der Schöpfung erkennbare Größe Gottes, ist aber auch bereits das Attribut nach einer anderen Seite hin bestimmt. Die Aussage nämlich, daß ein Gegenstand oder ein Wesen groß sei, setzt voraus,daß es nicht unbegrenzt, sondern relativ und endlich ist. Die Größe ist das Weitreichende, ist eine räumliche Ausdehnung. Man würde im anderen Fall nicht mehr von Größe sprechen, sondern von Unendlichkeit. Was nun die Uebertragung dieses an sich endlichen und darum nicht absoluten Begriffes auf das göttliche Wesen zu bedeuten hat, das kam in den zitierten Erklärungen bereits zum Ausdruck: ,,Das Erste der Ursachen und das Letzte der Wirkungen im Reich der Natur“. Damit ist die Wirksamkeit Gottes innerhalb der Schöpfung kurz, aber lückenlos gekennzeichnet. Das grandiose Schauspiel der Natur ist es also, durch das der Mensch die Größe ihres Schöpfers erkennt. Aber aus der Schöpfung nimmt der Mensch nur die eine Seite des göttlichen Wesens wahr, die weltzugekehrte, die immanente. Die andere Seite, die überweltliche, die transzendent läßt die Schöpfung noch verhüllt. Jedenfalls bleibt das, worauf Gedulah hinweist, die Größe des Schöpfers, selbst in seiner Immanenz. Der Begriff schließt mithin die Unvergleichlichkeit Gottes wie nicht minder seine Endlichkeit in sich ein. Indessen hat die Schrift, in ihrer gewohnten Anpassung an den menschlichen Vorstellungskreis, auch für jene andere Aeußerung des göttlichen Wesens, die Jenseitigkeit, ebenso schlichte wie anschauliche Bezeichnungen gefunden: רם׳ מרום׳ נשא׳ שוכן עד ,,hoch“, ״erhaben“, ״ewig thronend“. Wo immer diese Begriffe mit Bezug auf Gott Erwähnung finden, deuten sie auf die Erhabenheit im Sinne der Weltentrücktheit. Sie bilden in Gegenüberstellung zu גדול

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