Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Malbim 1× ep/1002711
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68 ■י Die göttlichen Httribute fungsakt.2) Gleiche Auffassung äußert Tana debe Elijahu (II, 23): ״Du hast Dich groß gemacht durch alle Schöpfungswerke.“ In der rein begrifflichen Definition des Attributes weichen die Erläuterungen der Erklärer nicht wesentlich von einander ab. Akedath Jizchak (Einleit. u. Tor 35) schreibt: ״Unter Gedulah versteht man, daß Gott die Ursache der Ur- Sachen von klein bis groß und die größte von ihnen allen sei.“ Redak (Maleachi 1, 11) und Malbim (V. B. M. 10, 17) geben fast die gleiche Definition: ״Anfang der Ursachen und Ende der Wirkungen im Reich der Natur“. Für Sforno (V. B. M. 10, 17) steht das Moment der Unvergleichlichkeit im Vordergrund: ״Nichts Seiendes gleicht ihm, in der Eigenart seines Seins.“ Uebereinstimmend wird also empfunden, daß Gott durch seine besondere Stellung in der Schöpfung ״groß“ sei. Psychologisch gesehen, ist es ja auch in der Tat die Schöpferkraft Gottes, worin der Mensch zu allererst und im Gegensatz zu seiner eigenen Unzulänglichkeit, die gewaltige Ueberlegenheit und unbegrenzte Allmacht, sowie das Unvergleichbare und Unnachahmbare, kurz, das ganz Große des göttlichen Wesens fühlt. Wenn daher der Psalmist die Schöpfung in ihrer prangenden Schönheit zu besingen sich anschickt, dann bekennt er zuvor in demutvollem Staunen: ״Ewiger, mein Gott, Du bist sehr groß“ (Ps. 104, 1). Während darum einige der Propheten zufolge des talmudischen Berichtes (Berachoth 33a) die von Moses geprägte Gotteshuldigung: ״Großer, starker und ehrfurchtbarer Gott“ (V. B. M. 10, 17) nicht voll gelten lassen wollten, weil sich nach ihrer Auffassung Gott in ihrem Zeitalter nicht als stark und ehrfurchtbar erwiesen hatte, so hat dennoch keiner von ihnen an der Geltung des ersten Prädikats, der Größe Gottes Zweifel gehegt, weil, wie Meharscha (zu Joma 69b) ausführt: ״Zu jeder Zeiit und Stunde seine Größe durch seine Weiterschaffung offenbart wird.“ 2) Die dortselbst erwähnte, abweichende Auffassung des R. Äkiba* der Gedulah auf die Spaltung des Schilfmeeres bezieht, wird späterhin ihre Begründung finden.