Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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אין מוקדם ומאוחר בתורה 31 Er ist der Wertausdruck dessen, was Wolken- und Feuersäule sinnbildlich darstellen, ist die stets wiederholte Bitte um Gottes Gegenwart und ihre Gaben.. Wie schon Ex. 29, 46 — selbst wieder zurückgreifend auf Ex. 25, 8 — die Vorschriften über die Einweihung des Ältars mit der Verheißung beschlossen hatte, Gott wolle dauernd inmitten der Söhne Israels wohnen, wie Ex. 40, 34 sofort nach Errichtung des משכן die Wolke es bedeckt und Gottes Herrlichkeit es erfüllt, so erscheint am Schlüsse der Opfergesetze passend die Vorschrift über den Priestersegen mit dem Gebet um Gottes Gegenwart, die wie die Wolkensäule Segen und Schutz, Erleuchtung und Gnade, Führung und Frieden bedeutet. Es ist das Schönste, Wahrste, Tiefste und Innigste, was über das Verhältnis gesagt werden kann, in dem Gott zu seinem Volke stehen will. Ebenso erscheint am 8. Tage, Lev. 9, 23 und 24, wo die Einweihung der Wohnung vollendet ist, und Mose und Äharon den Segen über das Volk gesprochen haben, die Herrlichkeit Gottes dem ganzen Volke. Dort aber konnten und durften die damals gesprochenen Worte — offenbar doch unser Priestersegen — nicht erwähnt werden. Sie wären dort für den Leser einfach unerträglich, denn der Tod der beiden Äharonsöhne hätte ihnen geradezu ins Gesicht geschlagen. Nun folgt 7, 1, beginnend mit den Worten ויהי ביום כלת משה להקים את המשכן der Bericht von ׳חנוכת המזבח sachlich die Fortsetzung von Lev. 9 und 10. So Lommen wir denn weiter zu dem überraschenden Ergebnis, daß sogar Nu. 1—4 wenigstens insofern auch zeitlich an der richtigen Stelle steht, weil aus all dem Vorhergegangenen geschlossen werden muß, daß die hier beschriebene Lager- Ordnung allermindestens in ihren Grundzügen — das Stiftzelt in der Mitte, die Leviten im inneren, die Stämme im äußeren Ring — gleichfalls ביום שהוקם בו המשכן offenbart sein muß. Das spätere Datum von 1, 1 findet daher seine Erklärung durch die erst am 1. Ijar als Vorbereitung für den am 20. Ijar begonnenen Äufbruch stattgefundene Zählung, die aus sachliehen Gründen mit der Lagerordnung verbunden wurde.